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Instagram von Anwendern wegen AGB-Skandal abgestraft - 65 Prozent Einbruch bei Stammnutzern

Wirtschaft | 16.01.2013, 19:42
Instagram dürfte sich durchaus die Augen reiben. Glaubt man den Analysten von Appstats.eu, hat das Portal 65 Prozent seiner Stammnutzer verloren. Grund dafür dürfte ganz offensichtlich der breite Ärger um die AGB-Änderungen im vergangenen Jahr gewesen sein. Wenngleich die strittige Klausel dann so nie zum Einsatz kam, brach der Anteil der Stammnutzer in den vergangenen 30 Tagen um 65 Prozent ein.

Der Fotodienst Instagram sorgte im letzten Jahr für Aufsehen. Eine AGB-Änderung hatte in der ursprünglichen Fassung eine umstrittene Passage beinhaltet, nach welcher Instagram die Fotos der Anwender zu finanzieller Nutzung erlaubt sei – ohne finanziellen Ausgleich der Eigentümer. Instagram sah sich binnen kürzester Zeit einem Protestansturm gegenüber und lenkte ein – ein Missverständnis sei es gewesen. In der finalen Fassung der AGB fand sich eine solche Klausel dann auch nicht mehr. Trotzdem blickt das Portal auf einen herben Rückgang bei seinen Stammanwendern.

Appstats.eu vermeldet in seinen Auswertungen zwar weiterhin eine steigende Nutzerzahl bei gelegentlichen Nutzern, jedoch einen massiven Rückgang bei den Powerusern – jenen Anwendern, welche das Portal täglich nutzten. Innerhalb von 30 Tagen fiel die Zahl der Stammanwender von zirka 16 Millionen Anwendern auf rund 5,8 Millionen Nutzer. Das entspricht einem Rückgang von rund 65 Prozent.

Bei der offiziellen Bekanntgabe der Kooperation mit Facebook und Veröffentlichung der neuen AGB am 18. Dezember letzten Jahres, verzeichnete man einen bisherigen Tiefstand an täglich aktiven Nutzern von 5,2 Millionen.
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