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AMDs Quartalsergebnis zeigt abermals rote Zahlen

Wirtschaft | 23.01.2013, 19:49
AMD hat die jüngsten Quartalszahlen für das abgelaufene, vierte Quartal 2012 präsentiert und rutsch weiter ins Minus. Über das gesamte Jahr 2012 zeichnet sich ein Verlust von fast 1,2 Milliarden US-Dollar ab – davon alleine 473 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2012. AMD hofft künftig auf Erfolge bei den neuen Spiele-Konsolen, Tablets und dem Servergeschäft.

Abermals muss AMD auf ein weiteres, schlechtes Quartal zurückblicken. Bisherige Umstrukturierungsmaßnahmen des Konzerns brachten noch nicht den gewünschten Erfolg und der flaue PC-Markt hinterlässt auch bei AMD Zeichen. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 32 Prozent zurück auf 1,16 Milliarden US-Dollar. Der Verlust im abgelaufenen Quartal lag bei 473 Millionen US-Dollar und damit summierte sich Jahresverlust auf 1,18 Milliarden Dollar für 2012 an.

Während sich die Computer-Sparte insgesamt negativ zeigte, konnte man zumindest im Geschäft mit Grafikkarten eine Umsatzsteigerung verzeichnen und im Jahresvergleich zu 2011 15 Prozentpunkte zulegen. Doch bleibt der allgemein schwache Computermarkt auch weiterhin ein Manko. Anwender greifen momentan häufig auf Tablet-PCs oder Smartphones zurück und weniger auf das bisherige Hauptsegment von AMD – den klassischen PC.

AMDs Geschäftsführer Rory Read möchte die Dauerhafte Abhängigkeit vom klassischen PC-Geschäft verringern. Er geht davon aus, dass man im laufenden Jahr Erfolge im Bereich Tablets und Servern verzeichnen kann. Hier glaubt man auch, dass die Partnerschaft mit ARM Früchte tragen wird. Ebenso erhofft man sich Umsatzerfolge durch die kommenden Spielekonsolen. Zwar nannte man keine Namen, teilte aber mit, dass man sich einen Platz in den neuen Konsolen sichern konnte, was zweifelsohne auf Microsofts Xbox 720 und Sonys Playstation 4 hindeuten wird. Ebenso wird man im Grafikkartenbereich im ersten Halbjahr ein neues Line-Up präsentieren, womit die Radeon-HD-8000-Familie gemeint ist.

Trotzdem bisschen Optimismus stellt AMDs Chef klar heraus, dass es keine kurzfristige Besserung geben wird. Auch im laufenden ersten Quartal 2013 rechnet man mit einem weiteren Umsatzrückgang.
[pg]







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