Nachrichten

Intel steigt aus dem Mainboardgeschäft aus - Umorientierung erforderlich

Wirtschaft | 23.01.2013, 20:11
Innerhalb der nächsten drei Jahre will sich Intel aus dem Geschäft mit PC-Mainboards zurückziehen. Der Hersteller gab an, dass eine Umorientierung notwendig sei – weg vom Geschäft mit typischen PC-Komponenten. Schlechte Umsatzzahlen für das abgelaufene vierte Quartal 2012 gingen voraus.

Durch den Ausstieg will man die eingesparten Ressourcen natürlich umverteilen und zwar in neue Formfaktoren. Gemeint sind damit sicherlich mobile Geräte wie Smartphones, Tablets, aber auch Intels Baby Ultrabook.

Für die kommenden Haswell-Prozessoren wird Intel selbst noch Mainboards zur Verfügung stellen, danach soll die Entwicklung dieser Produkte allerdings enden. Intel hatte erst zu Zeiten der ersten Core-Prozessoren wieder damit begonnen, auch Enthusiasten-Produkte auf diesem PC-Bereich zu präsentieren und trat damit natürlich in unmittelbare Konkurrenz mit Namen wie ASUS, Gigabyte oder MSI. Dass der Hersteller dieses Segment jedoch komplett einstellen wird, kommt sicherlich ein wenig unerwartet. Nachvollziehbar bleibt der Entschluss dennoch.

Durch die stark rückläufigen Zahlen im PC-Segment, welche sich seit über 12 Monaten immer mehr abzeichnen, und die Verlagerung auf mobile Gerätschaften, ist ein Umdenken der Unternehmen nur verständlich. In diesem Zusammenhang kamen vor Wochen ebenfalls Gerüchte auf, dass Intel beabsichtige künftig nur noch auf Platinen fest verlötete Prozessoren zu verkaufen. Das dürfte allerdings erst einmal noch nicht zum Tragen kommen.

Intel wird wohl auch weiterhin Desktop-Prozessoren und Chipsätze entwickeln, herstellen und verkaufen, solang dies sich noch als Geschäftsmodell zeigt. Und wer weiß schon wie genau sich der Markt in drei Jahren zeigen wird.
[pg]







Stichworte zur Meldung: Intel Ende Mainboard Geschäft Umorientierung