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GEMA reicht Klage gegen YouTube ein

Internet | 26.01.2013, 19:08
Die Rechteverwertungsgesellschaft GEMA hat nun vor dem Landgericht München Klage gegen die Google-Tochter YouTube eingereicht. Damit will man den Text in vielen gesperrten Videos verhindern, da dieser in der Sache nicht richtig sei und bewusst gewählt wurde, um Stimmung gegen die GEMA zu machen.

Gemeint ist der Sperrhinweis, dass der entsprechende Clip nicht verfügbar sei, weil die GEMA nicht die Rechte dafür eingeräumt habe. Die GEMA argumentiert dabei, dass Youtube deutlich mehr Videos sperre als gefordert. Somit sei die Darstellung schlicht falsch und diene ausschließlich dazu, die Stimmung gegen die Verwertungsgesellschaft anzuheizen.

Bei YouTube ist man hingegen der Auffassung, dass das nun angestrebte Verfahren nur die Lösungsfindung beim eigentlichen Problem behindere. Allerdings hatte die GEMA die Betreiber des Video-Dienstes zuvor mehrfach aufgefordert den Text entsprechend zu ändern.

Dennoch gerät das eigentliche Problem in Vergessenheit und dies ist die fehlende Einigung zwischen der GEMA und YouTube. Dabei geht es weniger um die Höhe der Abgabe, sondern um die Berechnung. YouTube will quasi eine Flatrate buchen und so feste Abgaben erreichen. Die GEMA fordert eine Berechnung nach den jeweiligen Clicks auf die Videos. Dies hätte den Vorteil, dass bei steigender Frequentierung – davon geht man wohl aus – auch die Einnahmen steigen.

Bei dem Streit gibt es zwei Gruppen von Leidtragenden. So müssen die zahllosen Nutzer von YouTube teilweise regelmäßig den Sperrhinweis anschauen und kommen so nicht in den vollen Genuss der Videos. Doch auch viele Künstler sind von dem Streit nicht begeistern, denn die Sperrung beeinträchtigen auch den Bekanntheitsgrad, da Video-Plattformen einen wichtiges Medium sind.
[dk]







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