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Nordkoreanische Gulags auf Google Maps zu sehen

Internet | 29.01.2013, 22:55
Das dürfte Nordkorea nicht gefallen: Google Maps erlaubt nach einem Update des Kartenmaterials weitere Einblicke in Nordkorea – vorrangig um die Hauptstadt Pjöngjang. Darunter sind auch Straflager zu erkennen – sogenannte Gulags – welche laut Regierungsaussagen nicht existieren.

Wie der Tagesspiegel berichtet, sind nach einem Update des Kartenmaterials von Google Maps nun tiefere Einblicke in die Regionen von Nordkorea möglich. Unter anderem sind auf dem Kartenmaterial Atomforschungsanlagen und Fabriken zu erkennen, allerdings auch Gulags mit gigantischem Ausmaß – teilweise halb so groß wie das Bundesland Saarland.

Bislang hat die Regierung von Nordkorea die Existenz solcher Straflager bestritten – es werden allerdings bis zu 200.000 Häftlinge in diesen Lagern vermutet. Google rief unterdessen freiwillige Helfer auf, das Kartenmaterial von Nordkorea zu optimieren, da die Karten nach eigener Aussage, nicht perfekt seien, insbesondere außerhalb der Hauptstadt und größeren Städten des Landes.

Die Karten wurden aus zusammengetragenem Material diverser Hobby-Kartografen erstellt – vorrangig soll das Material von Bürgern Südkoreas stammen.
[pg]







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