![]() ASUS Matrix HD 7970 Platinum im Test | ![]() Gaming-Tastatur ZOWIE CELERITAS | ![]() Metro: Last Light | ![]() Fractal Arc Midi R2 im Gehäuse-Test |

Re: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen | |
|---|---|
| T061
(vom 15.02.2013 um 21:22) |
Ich will auch die Vielfalt der 90er zurück! Ähnlich lief es ja bei Grafikkarten. Number 9, PowerVR, Matrox, S3, Trident, Tseng... Waren in den 90ern alles große Namen! Bei Mainboards gab es SiS, Intel, VIA, Ali, ATI, AMD allein als Chipsatzhersteller. Aber man merkts auch im kulturellen Bereich.... Alles wird einheitlicher und stromlinienförmiger. Oder bei Autos, wo Saab und Rover als absolute Traditionsmarken verschwunden sind. Das sind eben alles keine Zukunftsmärkte mehr, an denen sich innovative Firmen versuchen könnten. Alles scheint heute irgendwie gesättigt, es gibt nur noch Evolution statt Revolution. Auch scheint sich zunehmend alles auf wenige große Player zu konzentrieren, z.B. Facebook. Wer diesen Playern in den Weg kommt wird weggeklagt, s z.B. Apple. Es scheinen sich einige Dystopien zu realisieren, wo wenige Monopolisten oder Duopolisten komplette Marktsegmente mit Junkware fluten. :( Man sieht es ja auch an vielen Spielzeugläden, wo man Metallbaukästen, Eisenbahnen oder Experimentierkästen inzwischen vergeblich sucht, und Lego Technik eine Randerscheinung ist, stattdessen ist alles voll mit Fisherprice-Plastikkram und dem kompletten Mattel-Programm. ::) Es erfolgt also eine massive Marktkonzentration, womit auch eine Absenkung des Niveaus einhergeht, da man sich als Industriegigant immer den einfachsten Bedürfnissen anpassen muss, wenn man sich bei der Produktpalette nicht zu sehr diversifizieren will. Wenn alles schief läuft -gibt es in 100 Jahren nur noch Mainboards von Foxconn -Spielzeug von Mattel -Restaurants von McDonalds -Essen von Kraftfood, Unilever und Nestle -Saatgut von Monsanto -Autos von VW... -Getränke von der Coca Cola Company Wobei es auch heute schon Alternativen gibt, die für die eigenen Bedürfnisse oft sehr viel besser passen. Man muss sich halt genau überlegen, was man will und braucht und dann etwas Rechercheaufwand in Kauf nehmen, anstatt einfach immer mit der Masse zu schwimmen oder sich im Laden das nächstbeste Produkt aufschwatzen zu lassen... |
Re: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen | |
|---|---|
| Peter
(vom 15.02.2013 um 23:29) |
das Problem scheint zu sein, dass die Masse keine mühseligen Alternativen mehr möchte. Sie möchte auch nicht teuer. Siehe Android ;) - nicht perfekt, nicht zu teuer, aber geht doch irgendwie - und Free-Games gibt es doch zuhauf :D |
Re: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen | |
|---|---|
| Gast
(vom 15.02.2013 um 23:59) |
Die MASSE FRISST SOILENT GREEN äh... PFERDEFLEISCH.... |
Re: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen | |
|---|---|
| T061
(vom 16.02.2013 um 16:45) |
Es ist beim PC heutzutage eben alles schon sehr ausgereift... Für den gemeinen Anwender reicht eine 500 Euro-Kiste, wenn er spielen will steckt er halt eine 120-180 Euro Grafikkarte dazu und gut ist. :) Eigentlich ist es dazu auch relativ egal, ob diese Grafikkarte nun von AMD oder NVidia stammt, sie wird auf jeden Fall ihren Zweck erfüllen und den PC einigermaßen spieletauglich machen. Der Bastler-/Enthusiastensektor schrumpft. Overclocking mit Wasserkühlung betreibt heute kaum noch jemand. Von daher braucht der Markt eben auch nicht mehr diese Auswahl an Komponenten und die Entwicklung ist logisch. War es nicht auch Intel, die letztens angekündigt hatten, wieder sockelfreie x86er Prozessoren zum Löten auf ein Board anzubieten? Für Officerechner und Heim-PCs ist das sicher auch ausreichend, ausserdem entfällt damit eine Fehlerquelle und man schafft so evtl. einen weiteren Kostenvorteil beim Verkauf. Leider muss man dann bei einem Boardausfall seinen Prozessor mit wegwerfen. :-X Damit kündigt sich am Horizont die nächste Einschränkung an, und wir werden in einigen Jahren uns nach heute zurücksehnen, als es noch eine gewisse Auswahl von Boards mit Sockeln gab, welche auch andere Betriebssysteme als Windows starten konnten (Secure Boot!). Die breite Mehrheit wird sich hingegen, wie Peter geschrieben hat, an einfach zu bedienenden günstigen "P"-Cs erfreuen. Ich sehe da inzwischen einen großen Rollback auf uns zukommen zu Computern als Blackbox, welche sich nur mit speziellen Appstores kostenpflichtig mit Software betanken lassen. Allerdings denke ich wird es auch einen sehr kleinen Markt für Entwickler-/Linux-/CAD-Workstations geben, mit relativ hoher Qualität und hohen Preisen. Da kann man sich dann auch zwischen ein paar Konfigurationen entscheiden. Vielleicht mit Xeonprozessor, ECC-RAM und CAD-zertifizierter Quadro-Grafik, -so als Richtschnur, was da an Kosten zu erwarten ist. Und alle Bekannte die einen besuchen, werden fragen, was man mit so einem Ding unterm Schreibtisch will, denn eine verdongelte Windows 10/11/12? -Blackbox ist ja hübscher, kleiner und wesentlich günstiger zu haben. (Die offene Nerd-Workstation - so sexy wie eine Modellbahn! ;D ) Auf dem Consumer-Markt wird der klassische ATX-PC IMHO jedenfalls sterben. Schon heute kommen genug Leute bereits mit einem Laptop klar und auf PCIe-Slots, SATA-Ports und Konfigurationsmöglichkeiten im BIOS/UEFI wird überhaupt kein Wert gelegt. Wenn die Platte verreckt, wird der Laptop halt in den Müll geschmissen. :P Die Konsolidierung des Mainboard-Marktes ist da eigentlich nur der logische nächste Schritt. Historisch betrachtet ist diese PC-Bastelphase zwischen ca. 1997 und 2007 ja irgendwie auch ein seltsames Phänomen... |
Re: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen | |
|---|---|
| Rick
(vom 17.02.2013 um 21:15) |
Im reifen Markt schwinden die Margen. Da bleibt dann lediglich in Nischen Raum für kleine Hersteller. Im PC Markt braucht es immense R&D und Marketing um Schritt zu halten mit den Großen, und im Halbleiterbereich sind die Prozesse so teuer, dass es irgendwann weltweit nur noch eine Handvoll Fabs geben wird. Die Monopolisierung ist im Kapitalismus eine natürliche Tendenz, und im Sozialismus sogar Pflicht. In der Theorie, ist es der ideale Zustand, weil keine Resourcen im Wettbewerb verschwendet werden. Dass es in der Realität anders aussieht, wird dann vom Wettbewerbsgesetz in Betracht gezogen. |