AMD wird für den Bau einer neuen Fabrik in New York wahrscheinlich rund 1,2 Milliarden US-Dollar an Zuschüssen erhalten. Eine endgültige Entscheidung wird für den 17. Dezember erwartet. Die Fabrik selbst wird mit rund 4,6 Milliarden US-Dollar zu Buche schlagen, von denen aber die arabische ATIC einen wesentlichen Teil übernehmen wird. Sie hatte vor zwei Monaten die
Übernahme der Halbleiterfabriken angekündigt und will AMD über die nächsten fünf Jahre mit jährlichen Zahlungen weiter unterstützen. Gleichzeitig sorgt die aktuelle Rezession für einen herben Rückschlag bei den finanziellen Planungen des operativen Geschäftes.
AMD hat angekündigt, im vierten Quartal ihres Geschäftsjahres die eigenen Umsatzziele nicht erreichen zu können. Stattdessen würden der Umsatz wohl von rund 1,6 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal um etwa ein Viertel einbrechen. AMD gibt als Grund für die Entwicklung die wirtschaftliche Situation auf den Märkten an, die sich natürlich auch auf die Nachfrage nach Prozessoren und Grafikchips niederschlägt.
Fraglich ist, ob man mit diesen Aussichten die Ziele erreichen kann, schnellstmöglich wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Bisher war AMD eher optimistisch gestartet und sah für 2009 wieder einen Gewinn unter dem Strich vor. An den Börsen scheint man die Meldung bereits erwartet zu haben. Die Kurse reagierten im Rahmen der Marktentwicklung und fielen um rund vier Prozent, nachdem AMD in den letzten Monaten teils Rückschläge von bis zu 15 Prozent hinnehmen musste.
[rl]