Die Weltwirtschaftskrise und die sich seit Monaten im Sinkflug befindenden Speicherpreise setzen den DRAM–Herstellern enorm zu. So hat z.B die Infineon Tochter Qimonda das Land Sachsen um Hilfe ersucht und es gibt noch einige weitere Hersteller die um das Überleben kämpfen müssen.
In der ersten Dezemberhälfte haben die Lieferpreise gemäß
DRAMeXchange in der ersten Dezemberhälfte um weitere 10 Prozent nachgegeben, was im vierten Quartal zu einem Einbruch von bisher 37 Prozent führt. Dies soll an einer gesunkenen Nachfrage im Dezember liegen und dies trotz des Weihnachtsgeschäftes, welches traditionell die Nachfrage eher ansteigen lässt. So kostet ein 1 GB Modul DDR2-667 gerade noch 8,5 US-Dollar und ein 2 GB Modul nur noch 18 US-Dollar.
Der Chairman Frank Huang von Powerchip Semiconductor Corporation (PSC), einem taiwanesischen DRAM – Hersteller, ist laut
DigiTimes der Ansicht, dass eine Reduzierung um 20 bis 25 Prozent der gesamten DRAM–Produktion dazu führen würde, dass sich die Preise auf längere Zeit stabilisieren und dadurch zur Gesundung des Marktes beitragen würde. Mit dieser Maßnahme könnte eine Besserung der Lage ab dem zweiten Quartal 2009 eintreten.
Gemäß Huang ist der durchschnittliche Preis für DRAM im letzten Jahr um 70 Prozent gefallen, was dazu geführt hat, dass der komplette Produktionswert auf 27 Milliarden US-Dollar gesunken ist.
Die
DigiTimes liefert außerdem eine sehr interessante Auflistung von Unternehmen und deren geplanten Einsparungen. So würde Samsung die Produktion 16 Prozent drosseln, Hynix, PSC und Elpida um jeweils 20 Prozent. Der Hersteller Micron plant demnach 25 Prozent weniger Chips zu produzieren und ProMOS sogar 75 Prozent weniger.
[fo]