Los
  Nachrichten

 Intel ficht auch südkoreanisches Urteil an

Recht | 12.12.2008, 23:18
Nachdem Intel von der EU-Kommission zu 2,6 Milliarden Euro Strafe verklagt wurde, hatte der Prozessorgigant bereits am 10. Oktober Klage gegen dieses Urteil eingereicht. Mittlerweile widersprach Intel auch dem Urteil der südkoreanischen Wettbewerbsbehörde, die Intel im Juni wegen Verstoßes gegen Wettbewerbsbestimmungen mit einer Geldstrafe über 16 Millionen Euro belegte. Intel ist allerdings der Meinung, dass dieses Urteil sowohl auf falschen Fakten basiert als auch Rechtsfehler vorliegen und erwägt daher auch dieses Urteil anzufechten.

Die südkoreanische Kartellbehörde Fair Trade Commission (KFTC) beanstandete, dass zwischen 2002 und 2005 den Unternehmen Samsung und Trigem Computer Inc. — ein global operierender Komplettsystemhersteller — zu Unrecht Rabatte eingeräumt wurden. Die Klage wurde wie in Europa von Intels Konkurrent AMD initiiert. Auf deren Beschwerde hin wurde seit Sommer 2005 gegen Intel ermittelt.

Intel geht davon aus, dass die südkoreanische Behörde den wirtschaftlichen Einfluss von niedrigen Preisen und besserer Leistung der Intel-Prozessoren falsch ausgelegt oder ignoriert hat. Außerdem vermutet Intel, dass die KFTC die Preisgestaltung und die Konkurrenz auf dem Prozessormarkt sowie die damit verbundene Dynamik des Marktes nicht ausreichend untersucht hat.

Der Prozessorspezialist erhofft sich nun, dass das Seoul High Court das wirtschaftliche Vorgehen von Intel als legitim anerkennt und das Urteil revidiert.
[fo]





  Aktuelles





 Anzeige