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 Poker um Qimonda geht in die nächste Runde

Wirtschaft | 17.12.2008, 06:09
Nach zähem Ringen und langen Diskussionen hat sich der Freistaat Sachsen heute morgen entschlossen Qimonda ein Darlehen von 150 Millionen Euro einzuräumen, jedoch nur wenn der Mutterkonzern Infineon ebenfalls mit der gleichen Summe dem angeschlagenen Unternehmen unter die Arme greift. Heute Abend wurde bekannt das Infineon dem Rettungspaket nicht zustimmt . Damit ist die Zukunft des Speicherherstellers weiterhin ungewiss.

Die Landesregierung besteht auf eine Beteiligung seitens Infineon. Die angeschlagene finanzielle Lage Sachsens vergrößert dabei den Spielraum für eine Finanzspritze nicht gerade. Natürlich gilt es aber auch eine Insolvenz oder ein Abwandern von Qimonda aus Dresden zu verhindern, denn dies würden sich auch unmittelbar auf die anderen Unternehmen am Standort Sachsen auswirken, womit ein Teil von rund 40.000 Arbeitsplätzen gefährdet wäre. Hoffnungen setzen beide Seiten in eine hochmoderne Fertigungstechnik, mit der das Unternehmen in Zukunft im Wettbewerb bestehen will.

Da Infineon selbst auch unter der aktuellen Wirtschaftskrise leidet, will man dort so wenig finanzielle Mittel wie möglich für eine Rettung aufbringen. Man hatte dem Land statt einer großen finanziellen Unterstützung den Verkauf eines großen Aktienpaketes vorgeschlagen, was die Verantwortlichen jedoch ablehnten.

Es bleibt zu hoffen, dass sich beide Seiten bald auf eine Lösung einigen - den Mitarbeitern wäre es zu wünschen.
[rl]





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