Wie in den letzten Wochen
bekannt geworden ist, plant NVIDIA für das nächste Jahr eigene Chipsatze für den Intel-Atom-Prozessor und wird damit auch in den Netbook-Sektor einsteigen, nun heißt es sogar, dass NVIDA den geplanten MCP7A-Chipsatz mit SLI-Unterstützung ausstatten will.
Dies geschieht laut
VR-Zone durch zwei PCIe-x8-Verbindungen und bringt damit einen Hauch von HighEnd in das Segment. Ferner wird der MCP7A-Chipsatz bis zu vier Module DDR2-Arbeitsspeicher mit einer effektiven Taktrate von 533, 667 oder 800 MHz unterstützen, sowie über HD-Audio, sechs SATA-, 12 USB2.0- und einen Firewire-Anschluss verfügen.
Als weiterer Chipsatz ist der MCPA79 angekündigt. Dieser unterstützt Single-Channel-DDR3-Arbeitsspeicher und findet auf einer Pico-ITX-Platine seinen Platz. Zusätzlich bietet er Anschlüsse für HDMI, DVI-I, USB, SATA, LAN und die üblichen Extras.
Bei diesen Aussichten auf die kommenden NVIDIA-Chipsätze stellt sich die berechtigte Frage, wer diese Eigenschaften in einem Netbook benötigt. Natürlich kommt der Atom-Prozessor nicht nur in Netbooks zum Einsatz und natürlich haben sich die Käufer bisher über Leistungsschwäche beklagt. Aber SLI-Unterstützung in einem Netbook oder auch in einem Mini-Desktop wird das Problem des schwachen Prozessors nicht beheben, falls sie denn in Netbooks überhaupt zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite dürfte Features wie HDMI die Mini-Desktops für die Anwendung als kleinen Multi-Media-PC interessanter machen. So dürfen wir wohl gespannt sein, was NVIDIA letztlich wirklich für den Markt realisiert und wie dies von den Herstellern angenommen wird.
[dk]