Für die nächste Zeit plant AMD keine weiteren Preissenkungen,
versprach Marketing-Chef für Nordamerika Gary Bixler, nachdem die plötzlichen Preisänderungen vergangenes Jahr etwas über die Stränge geschlagen haben. AMD sei bewusst, dass dadurch besonders kleinere PC-Händler öfter in Bedrängnis gekommen waren, weil sie ihre Produkte nicht angemessen kalkulieren konnten. Damit soll es nun endlich vorüber sein. Beim Preiskampf zwischen AMD und Intel dürfte damit in eine neue Phase beginnen, die weniger sporadisch verläuft. Zudem hob Bixler gegenüber der
CRN hervor, dass die Preissenkungen der Athlon-64-Prozessoren in keiner Form eine Reaktion auf fremde Vorgaben gewesen seien.
Ob dieser Schritt auch aufgrund der Quartalsverluste erfolgt, kann man derzeit nur vermuten. AMD hat erst gestern Abend die Bilanzen für das zweite Quartal bekannt gegeben, in denen nochmals ein Verlust von 600 Millionen US-Dollar zu Buche stand. Man könnte nun durchaus vermuten, dass man die Preisgrenze nach unten fast erreicht hat und kaum noch über Luft für weitere Senkungen verfügt. Die deutlich niedrigere Brutto-Marge bei AMD im Vergleich zu Intel gibt zumindest einen Hinweis darauf. Weiterhin lässt das erwartungsgemäß mit höherer Nachfrage verlaufende zweite Halbjahr wohl mehr Raum für den Prozessorexperten, um sich wieder Schritt für Schritt in die schwarzen Zahlen zu arbeiten.