Nach einer Meldung der chinesischen Economic Daily News (EDN), wird ASUStek künftig die Fertigung von Notebooks und Motherboards an Dritt-Unternehmen vergeben. Grundsätzlich sei es nicht ungewöhnlich, dass ASUS in Zeiten großer Nachfrage wohl 20 bis 30% seiner Produktion an Dritt-Firmen vergeben habe, doch die für Anfang 2008
geplante Aufgliederung der ASUS-Sparten in verschiedene Tochterunternehmen könnte nun evtl. dazu führen, dass ASUS die Mainboardherstellung teils komplett ausgliedert - zumindest bis dieser "Spin-off" abgeschlossen ist.
Nach der Berichterstattung würden nun die großen Auftragsfertiger Quanta und Foxconn - ehemals gemiedene Konkurrenten - wohl in den Genuß der Auftragsfertigung für ASUStek
kommen. So soll Quanta die Fertigung der ASUS-Notebooks übernehmen und die Mainboardherstellung soll bei Foxconn erfolgen.
In Anbetracht dieser Umstände - sollten sich die Informationen bewahrheiten - könnten diese Planungen mit ein Grund für das gescheiterte Joint-Venture
Gigabyte Union sein. Hierbei sollte ASUStek die Fertigung von Mainboards und Grafikkarten für Gigabyte übernehmen.
Der "Spin-off" von ASUStek in die beiden Töchter Pegatron und Unihan soll ab 1. Januar 2008 offiziell abgeschlossen sein. Während erstere als Original Design Manufacturer (ODM) sich in Zukunft um die Auftragsfertigung für zahlreiche Kunden aus dem PC-Geschäft kümmern wird, soll Unihan sich auf Non-PC-Hardware, Baugruppen und Gehäuse konzentrieren. Pegatron wird dabei im wesentlichen die Tochterunternehmen ASRock oder AMA sowie die mexikanische Fabrik unter sich vereinen, während Unihan das Werk in Tschechien übernimmt. Das Mutterunternehmen Asustek will sich danach ausschließlich um die eigene Marke kümmern.
[pg]