Die Europäische Kommission hat dem US-amerikanischen Prozessorexperten Intel in drei Fällen die Behinderung des Wettbewerbs vorgeworfen. So soll das Unternehmen sich eine bessere Marktstellung durch den Verkauf besonders günstiger Chips an strategische Kunden und durch erhebliche Rabatte für Großkunden gesichert haben. Durch zusätzliche Prämien habe Intel außerdem sicher gestellt, dass die Hersteller weitere Produkte das Unternehmens anstelle von denen der Konkurrenz verbauen. Bis zum 10. Oktober kann Intel nun auf die Vorwürfe reagieren.
In einer Pressemitteilung hat man bisher bereits jegliche Vorwürfe abgestritten und betont, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Intel und AMD liefern sich seit geraumer Zeit harte Kämpfe, die sich nicht nur auf den direkten Wettbewerb auf dem freien Markt beschränken. So reichten die Advanced Micro Devices
bereits 2005 in mehreren Ländern Klagen gegen Intel ein. Ermittlungen gegen Intel laufen allerdings schon seit 2001. AMD begrüßt den Schritt der Kommission, der von AMD-Präsident Meroni als "Moment der Wahrheit für die gesamte IT-Industrie" verstanden wird.
[rl]