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O2 verschenkt Malware

Internet | 12.08.2016, 19:29
Die Kunden des Kommunikationsriesen O2 werden sich in Zukunft zweimal überlegen, ob sie USB-Sticks als Werbegeschenke annehmen. Der Grund dafür liegt in Großbritannien. O2 verschenkte Stifte mit eingebautem USB-Stick. Einige der Stifte waren mit einem Windows-spezifischen Virus verseucht. Viel ist über das neue Virus noch nicht bekannt.

Versandt wurden die Werbegeschenke an die Kunden, die einer vorausgegangenen E-Mail gefolgt waren, die mit einem kostenlosen E-Book lockte. Nach dem Versand folgte dann eine weitere E-Mail von O2, in der man vor der mitgelieferten Malware warnte. Weiter hieß es, dass das Virus wahrscheinlich nicht von einer veralteten Antivirensoftware erkannt werden würde.

Jeder, der seinen PC als Webserver nutzt, läuft Gefahr, auch seine Besucher dem Angriff auszusetzen. Das Windows-spezifische Virus soll in der Lage sein, sich eigenständig zu aktualisieren und Programme zu installieren, welche den Fernzugriff auf den Rechner ermöglichen. Laut The Register sollen alle Systeme befallen werden, die mit den Versionen Windows 2000, Windows 95, Windows 98, Windows ME, Windows NT, Windows Server 2003, Windows Vista oder Windows XP laufen. Windows 7, 8 und 10 sollen angeblich immun gegen das Virus sein.

In einem Statement schiebt O2 die Schuld auf den USB-Stick-Lieferanten. Gleichzeitig hat man bereits ein Team aus Spezialisten zusammengestellt, die von betroffenen Kunden kontaktiert werden können. Wenn der Virenscanner anschlägt und der USB-Stick noch nicht genutzt wurde, genügt es, den Anweisungen des Antivirenprogramms zu folgen und das Virus zu löschen.

Autor: Dominik H.
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