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Android 7.0: Google liefert Nougat aus - hier die Neuerungen

Mobile | 23.08.2016, 19:03
Google hat damit begonnen, Android 7.0 (Codename: Nougat) an die Geräte der Baureihen Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P, Nexus 9, Nexus Player, Pixel C und Android One auszuliefern. Wie üblich stehen die Updates nicht sofort für jeden Benutzer bereit, stattdessen wird sich die Auslieferung "over the air" über die kommenden Wochen verteilen. Erstmals unterstützt Android zwei Fenster.

Personalisierung

Android 7.0 bringt 72 neue Emojis, so dass nun mehr als 1.500 Piktogramme für Nutzer, denen zuweilen die Worte fehlen, zur Auswahl stehen. Über die verbesserten "Quick Settings" bekommt man schnellen Zugriff auf Funktionen wie Bluetooth, Wi-Fi und die Taschenlampe, wobei der Benutzer die einzelnen Funktionen auch umsortieren kann. Die Lokalisierung erlaubt mehrere Sprachen. Apps, die dies berücksichtigen, ein Beispiel hierfür wäre die Suchfunktion, liefern multilinguale Ergebnisse.

Produktivität

Was Desktop-Betriebssysteme schon seit Urzeiten können, ist nun auch unter Android möglich: Zwei Apps laufen parallel in eigenen Fenstern, wobei sich die Fenstergröße über einen Schieber anpassen lässt (siehe Foto). Auf Benachrichtigungen kann man direkt inline antworten, ohne hierfür eine App öffnen zu müssen, und mit einem doppelten Tippen auf den Übersichtsknopf wechselt man zwischen den beiden zuletzt verwendeten Apps.

Doze, Daydream und Vulkan

Der Ruhemodus "Doze" setzt das Gerät auch dann in Tiefschlaf, wenn es in einer Tasche herumgetragen wird. Dies soll die Laufzeit des Akkus verlängern. Ähnlich verschlafen hört sich "Daydream" an, doch tatsächlich handelt es sich hierbei um Googles VR-Plattform. Kompatible Telefone sollen im weiteren Verlauf des Jahres in den Handel kommen. Bleibt noch die 3D-Schnittstelle Vulkan, die ebenfalls in Android 7.0 integriert wurde.

Sicherheit

Auch für die neuen Sicherheitstechniken werden neue Geräte benötigt, beispielsweise für die nahtlosen Updates ("Seamless Updates"). Software-Updates und neue App-Versionen werden dann im Hintergrund eingespielt, während sich das Gerät ganz normal verwenden lässt. Für die aktuellen Nexus-Geräte verspricht Google schon jetzt ein wesentlich schnelleres Einspielen frischer Updates. Die Verschlüsselung einzelner Dateien ergibt eigentlich nur im Mehrbenutzereinsatz Sinn, während Direct Boot den Systemstart sowohl beschleunigen als auch besser absichern soll.

Einmal abgesehen vom Mehrfenster- oder besser gesagt Zweifenstermodus bringt Android 7.0 eigentlich nur Vulkan und die VR-Unterstützung. Die übrigen Verbesserungen beschränken sich auf Details, und auch die "Seamless Updates" ändern nichts am Grundproblem von Android: Eben das Ausbleiben solcher Updates. So lange Google und seine Hardware-Partner in dieser Hinsicht keine Fortschritte erzielen, kann man eigentlich nur jene Geräte empfehlen, die von Google selbst mit Updates versorgt werden. Oder das Fairphone 2.

Autor: mid
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