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GPU-Marktanteile Q2 2016 - AMD legt zu, NVIDIA verliert

Wirtschaft | 23.08.2016, 20:07
Die Marktforscher von Jon Peddie Research haben ihre Quartalsauswertungen zu GPU-Marktanteilen präsentiert. Nach den heise bereits vorliegenden Unterlagen blickt NVIDIA auf ein schlechtes zweites Quartal 2016 mit einem Rückgang von knapp mehr als 28 Prozent bei Desktop-GPUs. AMD hingegen konnte in diesem Bereich leicht zulegen. Bei den gesamten Marktanteilen im GPU-Geschäft sehen die Marktforscher aktuell AMD und NVIDIA auf Augenhöhe.

Sicherlich darf man die Resultate von Jon Peddie Research für das zweite Quartal 2016 nicht auf die Goldwaage legen. Einerseits ist das zweite Jahresquartal grundsätzlich mit eines der schwächsten, zum anderen hatte NVIDIA zu diesem Zeitpunkt seine hochpreisigen Modelle der GTX-1070- und GTX-1080-Reihe gestartet. Der gunstigere Bereich, in welchem der Konsum erfolgt, wurde dabei noch nicht bedient, und ein Abwarten der Anwender auf passende Vorstellungen wird erwartet. Das Resultat im Desktop-Segment bei Grafikkarten ist ernüchternd. NVIDIA verkauft rund 28 Prozent weniger Desktop-Grafikkartenchips als im gleichen Vorjahresquartal. Heise unterstellt, dass der Hersteller dies durch höhere Preise zu kompensieren versucht – dem können wir derzeit nicht folgen.

AMD hingegen konnte um rund 4 Prozent im Desktop-Segment zulegen, was möglicherweise der Vorstellung von Polaris (Radeon RX 480) geschuldet sein dürfte. Trotz Unkenrufen der Presse zum Start soll sich Polaris sehr gut verkaufen, was die Radeon RX 470 einschließt, welche jedoch erst später präsentiert wurde. Gleiches gilt für die GeForce GTX 1060, welche mit ihren Umsatzzahlen nicht mehr ins zweite Quartal 2016 klar einspielen kann, da diese erst Ende Juli vorgestellt wurde.

Ein Blick auf die gesamten Absatzzahlen im GPU-Bereich zeigt im zweiten Quartal 2016 AMD und NVIDIA praktisch auf Augenhöhe. AMD erreicht hier einen Anteil von 13,5 Prozent, NVIDIA einen Anteil von 13,9 Prozent. Da hier nun ebenfalls die integrierten Grafikchips mit einfließen, bleibt Intel mit 72,6 Prozent weiterhin Spitzenreiter, da das Gros der Intel-Prozessoren mit integrierter Grafiklösung ausgestattet ist, gleich ob sie genutzt wird oder nicht. Dafür sprechen auch die Zahlen der Marktforscher, denn diese sehen bei knapp 30 Prozent der zum Einsatz kommenden Computer eine separate Grafikkarte im Einsatz. Der GPU-Markt setze weiterhin auf den Gaming-Sektor und hofft auf Erfolge im Bereich von Virtual-Reality-Gaming.
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