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Microsoft findet in Intel Verbündeten: Treiber für Kaby-Lake-Systeme nur für Windows 10

Prozessoren | 01.09.2016, 19:36
Windows 10 – das eine und einzige – so soll es laut Microsoft wohl sein. Alleine wird dies aber kaum gelingen, und so erhält man nun offensichtlich auch Unterstützung seitens Intel. Der Prozessorriese bestätigte gegenüber PCWorld, dass man für die kürzlich vorgestellte Kaby-Lake-Plattform nur noch Treiber für Windows 10 zur Verfügung stellen wird. Windows 7 und 8.1 bleiben außen vor.

Erst vor wenigen Tagen hatte Intel seine ersten Prozessoren der Kaby-Lake-Reihe präsentiert. Die ersten sechs angekündigten Modelle sollen ausschließlich als Zweikern-CPUs in Tablets und Notebooks zum Einsatz kommen. Erst später, im nächsten Jahr, werden Modelle mit mehreren Kernen und für den Desktop-Bereich erwartet. Bereits Anfang des Jahres durfte man erfahren, dass Microsoft nicht beabsichtige, Treiber für Windows 7 oder 8.1 für Kaby Lake zur Verfügung zu stellen. Die neue Hardware werde ausschließlich noch über Windows 10 unterstützt. Intel bläst aktuell in das gleiche Horn und bestätigte gegenüber PCWorld, dass man lediglich noch Treiber für Windows 10 liefern werde.

Geht man von den aktuellen Produktserien aus, welche Intel für Tablets und Notebooks plant, so scheint ein solcher Schritt en gros nachvollziehbar, denn diese Gerätschaften werden als Komplettsysteme mit vorinstalliertem Betriebssystem geliefert. Dass hier Windows 10 den Vorrang haben wird, liegt klar auf der Hand. Für die im kommenden Jahr zu erwartenden Desktop-Systeme mag dies auch noch kein Problem darstellen. Für Kunden, welche aber ans Aufrüsten ihrer Systeme mit neuen Prozessoren denken oder sich ein eigenes System mit den neuen CPUs und Windows 7 oder 8.1 zusammenstellen möchten, gibt es durch diesen Entscheid keine Möglichkeiten.

Welche Beweggründe Intel an dieser Stelle hat, den Treiber-Support für die älteren Betriebssysteme einzustellen, ist unklar und wurde auch nicht kommuniziert. Die Vorteile an Zeit- und Kosteneinsparungen bei den Entwicklern liegen auf der Hand. Auf der anderen Seite denkt der Hersteller möglicherweise auch prinzipiell in Richtung des Absatzes von Komplettsystemen durch OEM-Hersteller, und da die Desktop-Systeme erst im kommenden Jahr erwartet werden und die Retail-Prozessoren ebenfalls, sieht man das dann knapp zwei Jahre alte Microsoft-Betriebssystem als die bestimmende Plattform im Computerbereich.

In jedem Fall kommt man dann so oder so nicht mehr an Windows 10 vorbei.
[pg]







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