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Analyst: SSDs als Basis-Einsatz in Notebooks wächst - bis 2018 deutlich über 50 Prozent

Storage & Speicher | 01.09.2016, 20:01
SSDs sind 2016 aus performanten Computersystemen nicht mehr wegzudenken. Hatte man vor ein paar Jahren noch Bedenken bezüglich Zuverlässigkeit und Ausfällen dieser schnellen Speichermedien und war der Preis ohnehin immer das große Manko, so zeigt sich aktuell eine gewisse Trendwende. Die Marktbeobachter von DRAMeXchange sehen eine anhaltende Steigerung des Einsatzes von SSDs in Notebooks und gehen von einem Anteil von 56 Prozent im Jahr 2018 aus.

Bereits Anfang des Jahres sprachen die Analysten von DRAMeXchange von einem SSD-Anteil in Notebooks von bis zu 30 Prozent. Im ersten Halbjahr 2016 blickte man auf permanente Steigerungen pro Quartal, so dass man aktuell die Prognose bis zum Jahresende 2016 auf bis zu 33 Prozent SSD-Anteil korrigierte.

Positive Akzente sollen relativ stabile Marktpreise bei den NAND-Speicher-Chips gesetzt haben, aber auch die stabilen Liefermöglichkeiten bei MLC- und TLC-NAND-Flashchips. Durch die stabilen Preise für TLC-Chips rechnen die Analysten allerdings auch nur mit einem Zuwachs von etwa zwei bis drei Prozent im dritten Quartal 2016. Dazu gesellt sich der Umstand der aktuell aufkommenden 3D-NAND-Technik, welche noch auf den Einsatz von MLC-Chips blickt und alleine schon dadurch hochpreisiger ist und dem High-End-Einsatz vorbehalten bleibt.

Positive Akzente sieht DRAMeXchange zudem durch den gesteigerten Support von PCI-Express-basierenden SSD-Kartenmodulen in den Notebooks. Diese Unterstützung nehme im zweiten Halbjahr 2016 klar zu, allerdings sollen vorerst die üblichen SSDs auf SATA-3-Basis den Markt bestimmen.

Ein Blick auf das Jahr 2018 und einen SSD-Anteil von bis zu 56 Prozent scheint uns bei der aktuellen Entwicklung durchaus pessimistisch, ist aber vermutlich dem Umstand der sehr günstigen Einsteigermodelle bei Notebooks geschuldet. So lange die Preise für die Flashchips stabil bleiben, so lange wird man in den sehr günstigen Geräten kaum SSDs antreffen, welche im Vergleich zu regulären Festplatten eben noch immer deutlich teurer in der Anschaffung sind. Zum Vergleich: Eine SSD mit 250 GByte startet auf Amazon aktuell zu Preisen von 64 Euro. Eine Festplatte mit 500 GByte Kapazität gibt es schon zu Preisen ab 42 Euro.
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