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Facebook und die Daten: EU-Kommission wird nach der WhatsApp-Übernahme erneut tätig

Mobile | 02.09.2016, 21:47
Es bleibt immer die spannende Frage, woher man Geld bekommen kann und wie man dies – als Facebook – möglicherweise über vorliegende Nutzerdaten handhaben kann. Die Kartellbehörden stimmten vor zwei Jahren der Übernahme von WhatsApp seitens Facebook zu, allerdings versicherte Facebook auch, dass kein Datenaustausch zwischen den beiden Unternehmen erfolgen werde. Jüngste Meldungen sprechen nun eine andere Sprache, und die EU-Kommission ist wieder im Spiel.

Facebook zählt sicher als das größte soziale Netzwerk der Welt mit mehr Anhängern, als andere Portale. Seit Jahren liegt die große Frage darin, wie man aus all diesen Nutzern und deren Dateninformationen das beste Kapital erwirtschaften kann. Das rief nicht selten Datenschützer aufs Tapet. Auch die Übernahme des Messenger-Dienstes WhatsApp rief selbstverständlich Behörden auf den Plan. Die Kartellbehörden genehmigten die Übernahme, auch vor dem Hintergrund, dass Facebook erklärte, dass die beiden Unternehmen keine Daten austauschen werden. Das scheint nun nicht mehr der Fall zu sein, wie kürzlich zu lesen war, und laut dem Spiegel untersucht die EU-Kommission diese Umstände nun erneut.

Gegenüber dem Magazin soll ein Sprecher der EU-Kommission mitgeteilt haben, dass man um die Änderungen der Firmen zu Geschäftsbedingungen und Datenschutz wisse und darum mit den Unternehmen in Gesprächen stehe. Die EU-Kommissarin Vestager prüfe aktuell, ob das Fusionskontrollverfahren zwischen den beiden Firmen erneut aufgenommen werden muss. Darüber hinaus will der Spiegel Informationen haben, nach welchen auch das Bundeskartellamt Ermittlungen tätigt. Diese seien umfangreicher und gehen laut dem Chef des Bundeskartellamtes Mundt um das große Thema "Big Data" und alles, was erlaubt ist, was Facebook damit machen darf. Andreas Mundt will dabei "in den Maschinenraum des Unternehmens", da man nur dort herausfinden kann, welche Auswirkungen die Tätigkeiten auf mögliche Beschränkungen des Wettbewerbs haben.

Im Ergebnis bleibt erst einmal der Wortbruch der Unternehmen festzuhalten, dass es keinen Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook geben werde, was seit vergangener Woche dem Schnee von gestern angehört.
[pg]







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