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Hewlett-Packard sperrt Druckpatronen von Drittanbietern aus

Peripherie | HT4U.net
Seit dem 13. September 2016 behaupten etliche Drucker des Herstellers HP, dass die eingesetzten Druckerpatronen fehlerhaft seien. Dies passiert, wenn statt einer teuren Originalpatrone das preiswertere Modell eines Drittanbieters verwendet wird. Hewlett-Packard spricht von einem neuen Sicherheitsmerkmal.

Das Einmalige an diesem Vorfall: Sowohl Drucker mit einer aktuellen Firmware als auch Modelle mit älteren Versionen und sogar Drucker ohne Internetzugang haben am selben Tag damit begonnen, die fremden Patronen zu beanstanden. Offenbar hatte HP schon im Laufe des Jahres 2015 Änderungen an seiner Drucker-Firmware vorgenommen, die aber erst am 13. September 2016 scharfgeschaltet wurden.

Einer der betroffenen Anbieter alternativer Tintenpatronen, das niederländische Unternehmen 123inkt, hat auf eigene Faust Nachforschungen angestellt und damit eine Reaktion seitens HP provoziert. In seiner Stellungnahme erklärt HP, dass man die Kommunikation zwischen Drucker und Patrone abgesichert habe, um die Geräte zu schützen. Zugleich diene diese Maßnahme dem Schutz von Innovationen und geistigem Eigentum.

Die Änderung stammt in der Tat aus dem Jahr 2015 und ist in den Firmware-Versionen von 2014 noch nicht enthalten. Das Aufspielen einer alten Firmware ist aber nicht ohne Weiteres möglich, zumal HP keine alten Versionen zum Download anbietet. Neu befüllte Originalpatronen mit einem HP-Sicherheitschip sollen auch mit der neuen Firmware funktionieren, alle andere Patronen aber vermutlich nicht.

Autor: mid
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