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Gefloppt: Microsoft stellt sein Fitness-Band ein

Mobile | HT4U.net
Mit seinem "Band" wollte Microsoft in das vielversprechende Geschäft mit Smartwatches und Fitness-Armbändern einsteigen, doch nun wird die zweite Generation ohne Nachfolger eingestellt. Auch die dazugehörige Entwicklungsumgebung "Microsoft Band SDK" ist nicht mehr verfügbar. Abermals haben die Redmonder den Einstieg in eine neue Nische verpasst.

Erinnert sich noch jemand an den iPod-Killer namens Zune, der es nie über den großen Teich geschafft hatte? Egal, denn die dazugehörige Software war grottiger als iTunes. Im selben Jahr, nämlich 2006, hatte Microsoft auf der CeBIT auch die ersten Tablets gezeigt. Die hießen damals aber noch Ultra-Mobile-PCs und suchten vergeblich nach einer Nische zwischen PDAs und Sub-Notebooks. Über den unsäglichen Absturz des einstigen Marktführers Windows Mobile und die anschließenden Misserfolge von Windows Phone wollen wir erst gar nicht reden. Microsoft zeigte sich stets bemüht, doch die Kunden greifen lieber zu Produkten von Apple.

Nun hat es also auch den Fitness-Tracker "Band" erwischt, dessen erste Generation am 29. Oktober 2014 auf den US-Markt kam: 60 g leicht, wasserabweisend, rund zwei Tage Akkulaufzeit, Herzfrequenzmesser (optisch), Hauttemperaturmesser, Beschleunigungssensor, Gyrometer, GPS, Anbindung über Bluetooth 4.0 LE – Microsofts Mischung aus Smartwatch und Fitness-Armband konnte sich durchaus sehen lassen und war bereits am ersten Tag ausverkauft. Der Nachfolger mit Barometer wurde am 30. Oktober 2015 präsentiert und neben den USA auch in Australien, Großbritannien und Kanada angeboten. Dennoch blieb der Erfolg wohl aus.

Seit dem 3. Oktober 2016 sind alle Verweise auf "Band" aus dem Microsoft Store verschwunden, und auch die dazugehörige Entwicklungsumgebung "Microsoft Band SDK" wurde inzwischen von der Webseite entfernt. Gegenüber ZDNet erklärte das Unternehmen, "Band 2" wäre ausverkauft und für dieses Jahr sei kein Nachfolger geplant. Die Käufer sollen aber weiterhin Support erhalten. Die Einstellung der Produktreihe wurde also nicht offiziell bestätigt, doch das Entfernen der Entwicklungsumgebung ist ein klares Zeichen dafür, dass Entwickler ihre Kräfte lieber an anderer Stelle einbringen sollten.

Autor: mid
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