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NVIDIA dementiert Vorwürfe: Founders Edition soll nicht in Konkurrenz mit Produkten der Partner treten

Grafik | HT4U.net
Ein wenig unklar sind aktuell die Vorwürfe, welche im asiatischen Raum gegenüber NVIDIA diskutiert werden. Zumindest haben sie allerdings NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang dazu veranlasst, ein Dementi auszusprechen. Prinzipiell geht es darum, dass NVIDIA mit seinen Founders-Edition-Grafikkarten in Konkurrenz zu den Partnerprodukten tritt und dort Anteile für sich beansprucht. Im Hinblick auf die NVIDIA Titan X mag dieser Vorwurf wohl nicht ganz ungerechtfertigt sein.

Zugegeben: Die letzten Monate im Grafikkarten-Segment waren etwas turbulent und eine Neuvorstellung jagte die nächste. Interessant zu erkennen war der Umstand, dass NVIDIA plötzlich seinen Referenz-Grafikkarten den Namenszusatz Founders Edition gab und diese zum Teil über den eigenen Shop auf der Webseite anbot. Noch verwirrender war schließlich der Umstand der Präsentation der NVIDIA Titan X auf Basis der GP102-GPU. Während NVIDIA bei der GeForce GTX 1070 und GTX 1080 den Partnern einerseits das Referenzdesign, andererseits aber auch eigene Designs zugestand, bleibt es bei der Titan X aktuell bei einem Exklusivvertrieb über NVIDIA selbst. Partnerprodukte sind nicht erlaubt, selbst im Referenzdesign nicht.

Das alles hat offenbar Unmut bei den Board-Partnern zutage gefördert. Der taiwanische Nachrichtendienst Digitimes berichtet aktuell von einem Dementi seitens des NVIDIA-Geschäftsführer Jen-Hsun Huang, wonach man mit den Founders-Edition-Modellen nicht in unmittelbare Konkurrenz zu den Produkten der Board-Partner treten wolle. Dabei spricht man dort nicht einmal im Ansatz das tatsächliche Problem des Exklusivvertriebs der Titan X an, sondern vielmehr von Produkten wie der GeForce GTX 1080, bei welchen die Board-Partner gar eigene Kreationen mit eigenen Platinendesigns und Kühllösungen anbieten dürfen.

Im Dementi des NVIDIA-Geschäftsführers wird angeführt, dass die Founders-Edition-Grafikkarten lediglich den Grund hätten, Problembeseitigungen im Grafikkarten-Design zu bieten, und man keine Absichten habe, in ein Verkaufsgeschäft mit Grafikkarten der eigenen Marke einzusteigen. Der Umstand, dass NVIDIA allerdings gerade die Founders-Edition-Grafikkarten nur im hochpreisigen Segment anbietet, in welchem die höchsten Gewinnspannen zu erzielen sind, scheint manchem Board-Partner übel aufzustoßen. Laut Huang unterstütze man die Partner aber in jeder Form und wolle nicht in Konkurrenz mit diesen im Verkauf treten. Schließlich erlaube man ihnen ebenfalls, Verbesserungen oder Änderungen vorzunehmen.

Wir können die Meldungen aktuell noch nicht korrekt zuordnen, denn letztlich haben die Partner uns gegenüber zur Thematik noch kein Wort verloren. Sicherlich sorgt sich das Marketing dort aber über andere Dinge. Beispielsweise den Umstand, dass NVIDIA nun den klangvollen Namen Founders Edition mit eigenem Vertrieb einsetzt, um vom verpönten Referenzdesign als Bezeichnung abzuweichen. Oder den Umstand, dass die Eigenkreationen eben längere Zeitspannen benötigen, bis diese marktreif sind, und man eben zu wenig Zeit der Vorbereitung hat. Offen bleibt die spannende Frage, warum NVIDIA die Titan X den Board-Partnern überhautp nicht zugesteht und diese exklusiv vertreibt. Das wirft durchaus Fragen auf, welche nicht von dem Dementi von NVIDIA beantwortet werden.
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