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WD nun endlich auch mit SSDs: Blue und Green in den Startlöchern - Black in der Mache

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Ende Oktober 2015 war es spruchreif. Festplattenhersteller Western Digital hatte die Firma SanDisk für rund 19 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Früchte aus dieser Übernahme zeigen sich nun erstmals in der Ankündigung von eigenen SSD-Laufwerken. Western Digital hat heute die SSD-Serien Blue und Green angekündigt, wobei die Green noch etwas auf sich warten lässt, während Blue verfügbar ist. Man darf davon ausgehen, dass WDs Black-Reihe nicht allzu lange auf sich warten lassen wird.

Bei den Produktbezeichnungen bleibt Western Digital seinem bisherigen Namensschema treu und stuft die Neuvorstellungen in die Reihen Green (Einsteiger/Mainstream) und Blue (gehobener Anwender-Anspruch) ein. Die Black-Varianten sind für das Top-Leistungssegment gedacht und wurden bislang von WD noch mit keinem Wort angesprochen. Darum spricht der Hersteller in seiner heutigen Pressemitteilung auch davon, dass das Leistungspotenzial aktueller Laufwerke "fast maximal" durch Green und Blue ausgenutzt wird – Black kommt also definitiv noch.

Während WD die Green-SSD-Reihe erst im Laufe des aktuellen letzten Jahresquartals in den Markt entlassen will, ist die Blue-Reihe ab sofort startklar. Die Eckdaten lesen sich dabei gut. Die Blue-SSDs wird es in den Kapazitäten 250, 500 und 1.000 GByte geben, die Lesegeschwindigkeit wird mit maximal 545 MByte pro Sekunde, die Schreibgeschwindigkeit mit maximal 525 MByte pro Sekunde genannt. Das Maximum bezieht sich hier natürlich jeweils auf das größte Modell mit 1 TB Kapazität. Die IOPS beim Lesen nennt der Hersteller mit 100.000 und beim Schreiben mit 80.000. Stolz ist man auf die Dauerhaltbarkeit (TBW – Terabytes Written) von 400 beim 1-TB-Modell, was aktuell das Maximum in der Szene für diesen Wert darstellt.

Bild: WD nun endlich auch mit SSDs: Blue und Green in den Startlöchern – Black in der Mache
Die WD-Blue-SSDs wird es als 2,5 Zoll SATA III 6 GB/s in einem 7 mm flachen Gehäuse geben, aber auch als M.2-Modelle (2280), ebenfalls nur mit SATA-III-Interface. Gleiches gilt für die Green-Reihe, welche mit 120- und 240-GByte-Kapazitäten an den Start gehen wird. Die dortigen Leistungen liegen auch kapazitätsbedingt niedriger – zwischen 405 und 540 MByte pro Sekunde soll die Leseleistung liegen, der TBW-Wert wird mit 80 genannt. Die unverbindliche Preisempfehlung der Blue-Reihe startet bei 99 Euro für das kleinste Modell und 349 Euro für die größte Variante. Die 240-GB-Green-Version startet bei 89 Euro UVP. Alle Modelle besitzen eine Garantie von drei Jahren.

NVMe-Modelle dieser Reihen sind derzeit nicht im Programm, werden mit Sicherheit aber noch folgen – schließlich ist die Black-Serie noch nicht vorgestellt. ;)

Spannend wird es noch werden, wie WD seine eigenen SSD-Reihen von jenen der übernommenen Firma SanDisk abgrenzen wird, denn auch SanDisk hat mit der X300- und X400-Reihe neue, günstige Produkte ins Programm aufgenommen. Fakt bleibt aber, dass Western Digital aktuell nun einen großen Schritt bezüglich seines Produktportfolios gesetzt hat und sich damit klar gegenüber dem Hauptkontrahenten Seagate im Festplattenbereich absetzt.
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