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ExoMars-Mission - Endspurt zum Mars

Wirtschaft | HT4U.net
Nachdem vor sieben Monaten, im März 2016, die Sondensprösslinge des russisch-europäischen Gemeinschaftsprojektes vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet sind, trennten sich nun Forschungssatellit und Testlandemodul. Letzteres befindet sich jetzt im direkten Anflug auf den Mars und soll dort am Mittwoch, den 19. Oktober landen.

Das mehrere Milliarden Euro teure ExoMars-Projekt dient der Suche nach außerirdischem Leben auf dem Mars. Der erste Teil der Mission startete bereits im März. Hier befand sich allerdings nur ein Testlandemodul auf der Trägersonde. 2020 soll dann der echte Rover folgen. Das Projekt ist eine direkte Zusammenarbeit zwischen der russischen Weltraumorganisation Roskosmos und der europäischen Raumfahrtbehörde ESA. Aktuell befindet sich das Testlandemodul "Schiaparelli" (benannt nach dem italienischen Marsforscher Giovanni Schiaparelli (1835-1910)) im Anflug auf den Mars, nachdem es bereits am 16. Oktober von seiner Trägersonde, dem Forschungssatelliten, abgetrennt wurde. Die Sonden sammeln derzeit nur Daten. Später sollen sie die Kommunikation zwischen Erde und Rover unterstützen.

2020 soll dann der Rover folgen. Zwar wird dieser ebenfalls "nur" Daten sammeln, kann sich allerdings auch über die Marsoberfläche bewegen und eben diese vor Ort analysieren. Die Hauptaufgabe des Rovers besteht darin, nach organischem Material oder dessen Überresten Ausschau zu halten. Da sich dieses Material, falls vorhanden, vermutlich nur im Boden finden lässt, ist der Rover zusätzlich mit einem Bohrer für Tiefen bis zu zwei Metern ausgestattet. Die Zentrale der Rover-Mission wird in Turin, Italien eingerichtet.

Es ist gut zu sehen, dass trotz politischer Schwierigkeiten eine Zusammenarbeit zwischen Ost und West doch möglich ist. Die Chefs der Weltraumorganisationen auf beiden Seiten sind sich jedenfalls einig, dass ExoMars ein Erfolg wird.
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