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Kodak Ektra: Der ehemalige Kamerariese meldet sich zurück

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Nachdem die Firma Kodak im vergangenen Jahrhundert Standards für die Fotografie setzte, musste sie sich letztendlich doch dem Digitalzeitalter geschlagen geben. 2012 wurde die Produktion von Kameras und Zubehör eingestellt. Jetzt meldet sich das Unternehmen zurück. Mit einer Kamera im Smartphone-Format.

Äußerlich ähnelt das Kodak Ektra von vorne einem Smartphone, von hinten einer alten Kompaktkamera. Laut Hersteller "fühlt sich [das Smartphone] an wie eine Kamera mit Charakter". Dafür, dass der Hersteller sein Smartphone als halbe Kamera anpreist, fällt die Hardware dann aber doch recht mager aus. Zumindest im Vergleich zu einzelnen Smartphones. Zwar sind die Angaben der Haupt- und Frontkamera mit 21 MP und 13 MP recht hoch, leider aber nicht alleine ausschlaggebend für die Qualität des Fotos. Auch in puncto Blende muss sich das Ektra geschlagen geben.

Die f2.0-Blende wird bereits vom iPhone 7 mit f1.8 als auch vom Galaxy S7 mit f1.7 über- beziehungsweise unterboten. Genauso sind Autofokus und optischer Bildstabilisator schon lange keine Besonderheit mehr. Auch PDAF (Phase Detection Auto Focus) und HDR (High Dynamic Range) sind in den meisten aktuellen Smartphones anzutreffen. Und über die Verbreitung von 4K-Videoaufnahmen braucht man auch nicht mehr zu reden.

Bild: Kodak Ektra: Der ehemalige Kamerariese meldet sich zurück
Punkten kann das Ektra dann aber bei der Kamera-Software. So sollen Belichtung, Weißabgleich und Blende manuell einstellbar sein. Auch wenn der Ich-mach-nur-schnell-ein-Facebook-Foto-Typ damit wahrscheinlich recht wenig anfangen kann, werden sich Fotografen über diese Einstellungsmöglichkeiten freuen. Ansonsten läuft das Smartphone auf Android Marshmallow.

Die sonstige Hardware des Ektra ist eher durchschnittlich. Mit einer 5-Zoll-Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, einem durch SD-Karten erweiterbaren 32-GB-Speicher, 3 GB RAM und einem 3.000-mAh-Akku wird es hier keine große Konkurrenz zu anderen Smartphones geben. Für Geschwindigkeit sorgt ein Helio-X-20-Decacore-Prozessor.

Einen Pluspunkt verdient das (vermutlich) Anfang Dezember erscheinende Kodak-Erzeugnis dann aber doch noch. Mit 499 Euro ist das Smartphone ein wesentlich schonenderes Weihnachtsgeschenk als die Top-Smartphones, die dem Ektra in Sachen Kamera das Wasser reichen können.


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