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Quartalszahlen: Microsoft kann den Umsatz etwas steigern, nicht aber die Xbox One

Wirtschaft | HT4U.net
Am 30. September 2016 endete für Microsoft bereits das erste Quartal des fiskalischen Jahres 2016. Dieses bescherte dem Unternehmen aus Redmond etwas mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum, wobei Azure und Office 365 abermals als Zugpferde agierten. Lediglich zwei Geschäftsbereiche bereiten Sorgen: Dass der Umsatz mit Smartphones um 72 Prozent eingebrochen ist, war abzusehen, denn ohne Produkte gibt es auch keinen Umsatz. Anders sieht es beim Gaming aus, hier darf der Einbruch um fünf Prozent als schlechtes Omen für die Xbox One gewertet werden. Keine Frage: Bei den Konsolen hat Sony die Nase ganz klar vorne.

Doch zunächst zu den nackten Zahlen: Nach 20,379 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum ist der Umsatz in diesem Jahr auf 20,453 Milliarden US-Dollar gestiegen, wobei ein Plus von lediglich 0,36 Prozent eher ein Anzeichen für Stagnation ist. Der operative Gewinn (GAAP) ist um 9,8 Prozent auf 5,225 Milliarden US-Dollar eingebrochen, und auch der Nettogewinn (GAAP) ist um 4,32 Prozent auf 4,690 Milliarden US-Dollar gefallen. Der Gewinn je Aktie (GAAP) sinkt derweil nur um 1,64 Prozent auf 0,60 US-Dollar, da auch Microsoft viel Geld in den Rückkauf der eigenen Wertpapiere investiert. Das aktuelle Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 40 Milliarden US-Dollar soll bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossen sein. Doch ein Anschlussprogramm, abermals mit einem Volumen von 40 Milliarden US-Dollar, ist schon beschlossen. Zudem wurde die Quartalsdividende um 8 Prozent auf 0,39 US-Dollar angehoben.

Der wichtigste Geschäftsbereich bleibt "More Personal Computing" (Windows, Bing, Surface, Phones, Xbox) mit 9,294 Milliarden US-Dollar (-1,78 %). Während das Werbegeschäft mit Bing um 9 Prozent zulegen konnte, tritt Windows auf der Stelle, und beim Gaming und den Smartphones gab es die eingangs erwähnten Einbrüche um 5 bzw. 72 Prozent. Rang 2 behält das Segment "Productivity and Business Processes" (Office), welches seinen Umsatz um 5,58 Prozent auf 6,658 Milliarden US-Dollar steigern konnte. Allerdings könnte "Intelligent Cloud" (Azure, Windows Server) schon bald zum zweitgrößten Geschäftsbereich von Microsoft werden, denn hier gab es ein Umsatzwachstum um 8,32 Prozent auf 6,382 Milliarden US-Dollar. Für Azure vermeldet Microsoft dabei ein Umsatzplus von 116 Prozent, während das "Rent-Modell" Office 365 um 51 Prozent zulegen konnte. Bei den übrigen Cloud-Aktivitäten lag das Wachstum zwischen 5 und 11 Prozent.

Autor: mid
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