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Quartalszahlen: AMD steigert Umsatz und Verluste

Wirtschaft | HT4U.net
AMD konnte seinen Umsatz im dritten Quartal 2016 deutlich ausbauen, ist aber wieder tief in die Verlustzone gerutscht. Grund für die roten Zahlen ist das neue "Wafer Supply Agreement" (WSA) mit GlobalFoundries, welches sich auf das dritte Quartal mit Sonderausgaben in Höhe von 340 Millionen US-Dollar niederschlägt. Auf dem Nettoergebnis lasten zudem 61 Millionen US-Dollar aus der Schuldentilgung aufgrund der höheren Einnahmen.

Konkret ist AMDs Umsatz im Jahresvergleich um 23,19 Prozent auf 1,307 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Geschäftsbereich "Computing and Graphics" steuerte hierzu 472 Milliarden US-Dollar (+11 %) bei und profitierte von einer regen Nachfrage für GPUs, während die Verkaufszahlen von Prozessoren und Chipsätzen gesunken sind.

Dennoch bleibt ein operativer Verlust in Höhe von 66 Millionen US-Dollar, der allerdings deutlich unter den roten 181 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals bleibt. Die Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" hat indes 136 Millionen US-Dollar (+61,9 %) verdient und ihren Umsatz um 31 Prozent auf 835 Millionen US-Dollar gesteigert. Insbesondere die hohe Nachfrage für Semi-Custom-SoCs, wie sie in den Spielkonsolen von Microsoft und Sony zum Einsatz kommen, ist hierfür verantwortlich.

Aufgrund der WSA-Zahlungen gibt es einen operativen Verlust (GAAP) in Höhe von 293 Millionen US-Dollar, einen Nettoverlust (GAAP) von 406 Millionen US-Dollar und einen Verlust je Aktie (GAAP) von 0,50 US-Dollar. Lässt man die WSA-Kosten und die Schuldentilgung außen vor (Non-GAAP), hat AMD im operativen Geschäft 70 Millionen US-Dollar verdient und einen Nettogewinn in Höhe von 27 Millionen US-Dollar bzw. 0,03 US-Dollar je Anteil eingefahren. Die Erwartungen der Analysten konnten die Texaner jedenfalls übertreffen.

Autor: mid
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