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Apple MacBook Pro kommt teils mit Touch-Eingaben

Mobile | HT4U.net
Während Intels Ultrabook-Konzept den Einsatz von Touchscreens propagiert, setzte Apple stets auf eine strikte Trennung zwischen Mobilgeräten mit Touch-Bedienung und Rechnern mit normalem Bildschirm. Beim neuen MacBook Pro wird diese Abgrenzung ein wenig aufgeweicht, denn es gibt jetzt die "Touch Bar". Hierbei handelt es sich um ein zweites Display in Form einer schmalen Leiste, welche die Funktionstasten und Escape ersetzt.

Touch Bar und Touch ID

Die "Touch Bar" befindet sich oberhalb der Tastatur und somit direkt vor dem Display. Auf ihr werden zusätzliche Bedienelemente angezeigt, die sich an den laufenden Programmen orientieren. So finden sich dort mal Kurzbefehle, mal Textvorschläge, die Timeline eines Videos, eine Auswahl aktueller Fotos, eine Farbpalette oder Telefontasten zum Annehmen oder Ablehnen eingehender FaceTime-Anrufe. Und wenn man die Taste FN drückt, zeigt die "Touch Bar" die Funktionstasten an. Ebenfalls integriert wurde der Fingerabdruckscanner "Touch ID", hierzu legt man den Zeigefinger bei Sicherheitsabfragen ganz rechts auf die "Touch Bar". Tipp: Wer lieber echte Tasten hat, greift zur Basisausführung mit 13-Zoll-Display, denn dieser fehlt die "Touch Bar".

Dünner, leichter, schneller

Das neue MacBook Pro ist wieder dünner, leichter und leistungsfähiger. Das 13-Zoll-Modell ist lediglich 14,9 mm hoch und bringt 1,37 kg auf die Waage, während die 15-Zoll-Variante auf 15,5 mm und 1,83 kg kommt. Die SSDs sind über PCI-Express angebunden und sollen eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 3,1 GB/s erreichen. Beim Speicherplatz hat man die Auswahl zwischen 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB, letzteres allerdings nur in Verbindung mit dem 15 Zoll großen Bildschirm. Im 13 Zoll großen MacBook Pro stecken wahlweise 8 oder 16 GiB Arbeitsspeicher, wobei die Version ohne "Touch Bar" mit 1.866 MHz leben muss. Alle anderen Varianten takten den RAM mit 2.133 MHz, und zur 15-Zoll-Bilddiagonale gibt es immer üppige 16 GiB. Bemerkenswert: Apple setzt auf LPDDR3 und verlötet sowohl den Arbeits- als auch den Flash-Speicher auf der Hauptplatine.

Bild: Apple MacBook Pro kommt teils mit Touch-Eingaben
Intels Skylake trifft AMDs Polaris. Im Hinblick auf die Grafikleistung soll das neue MacBook Pro seinen Vorgänger um bis zu 130 Prozent übertreffen, doch die Leistung hängt stark von der gewählten Modellvariante ab. Die 13-Zoll-Version ohne "Touch Bar" verwendet einen Intel Core i5 (2,0 bis 3,1 GHz) oder einen Core i7 (2,4 bis 3,4 GHz) mit der iGPU Iris Graphics 540. Die 13-Zoll-Variante inklusive "Touch Bar" ist mit einem Intel Core i5 (2,9 bis 3,3 GHz), einem Core i5 (3,1 bis 3,5 GHz) oder einem Core i7 (3,3 bis 3,6 GHz) zu haben, alle drei CPUs umfassen die iGPU Iris Graphics 550. Apple verbaut in den 13 Zoll großen MacBooks grundsätzlich sparsame Dual-Core-Prozessoren, CPUs mit vier Rechenkernen gibt es nur für 15 Zoll.

Bei den 15-Zoll-Modellen stehen drei Intel Core i7 mit Taktraten von 2,6 GHz (Turbo bis 3,5 GHz), 2,7 GHz (Turbo bis 3,6 GHz) und 2,9 GHz (Turbo bis 3,8 GHz) zur Auswahl, die jeweils den recht leistungsschwachen Grafikkern Intel HD Graphics 530 umfassen. Daher verbaut Apple in diesen Notebooks zusätzlich eine diskrete Grafiklösung von AMD. Zur Auswahl stehen die mobilen Grafikkarten Radeon Pro 450 und Pro 455 mit jeweils 2 GiB GDDR5-Speicher sowie die Radeon Pro 460 mit 4 GiB GDDR5-Speicher. Ein interessantes Detail: Neben Microsoft setzt auch Apple bei seinen neuesten Rechnern auf Prozessoren aus Intels Skylake-Generation, die schon vor einem Jahr vorgestellt wurde.

Spiegelnder Bildschirm mit mehr Farben

Apples Retina-Displays basieren auf der IPS-Technik und unterstützen den erweiterten Farbraum DCI-P3, der im Vergleich zu RGB rund ein Viertel mehr Farben umfasst. Das 15,4 Zoll (39,11 cm) große Display bietet eine native Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixeln bei 220 ppi, während Apple auf 13,3 Zoll (33,78 cm) immerhin 2.560 x 1.600 Pixel bei 227 ppi unterbringt. Die Helligkeit beider Bildschirme fällt mit 500 Nits sehr hoch aus und übertrifft die der Vorgängergeneration um 67 Prozent. Im Prinzip bieten die neuen MacBook Pro beste Voraussetzungen für das kreative Arbeiten, sofern man sich mit dem glänzenden Display anfreunden kann.

Zwei Lüfter, zehn Stunden mobil

Bild: Apple MacBook Pro kommt teils mit Touch-Eingaben
Die Kombination aus leistungsstarker Hardware und einem extrem dünnen Gehäuse hat natürlich auch Nachteile. Die vorherigen MacBook-Generationen hatten ihre liebe Not mit der entstehenden Abwärme, und so wurden Prozessor und Grafik frühzeitig gedrosselt. Damit dies bei der neuen Generation nicht mehr passiert, hat Apple zwei Lüfter verbaut, einen auf der rechten und einen auf der linken Seite des Notebooks. Zum Einsatz kommen asymmetrisch versetzte Lüfterblätter, welche einen besonders leisen Betrieb ermöglichen sollen. Ohne Steckdose halten die neuen MacBook Pro zehn Stunden durch, das entspricht dem Niveau ihrer Vorgänger.

Die Preise

Beim 13-Zoll-Modell beginnen die Preise bei 1.699 Euro, dafür bekommt man einen Core i5 mit 2,0 GHz, 8 GiB LPDDR3-1866 und eine 256 GB große SSD. Wer einen Core i7 mit 3,3 GHz, 16 GiB LPDDR3-2133 und eine 1 TB fassende SSD auswählt, muss 3.279 Euro zahlen. Die 15-Zoll-Klasse startet erst bei 2.699 Euro für einen Core i7 mit 2,6 GHz, eine Radeon Pro 450 (2 GiB), 16 GiB LPDDR3-2133 und eine 256 GB große SSD. Läuft der Core i7 mit 2,9 GHz und packt man dann noch eine Radeon Pro 460 (4 GiB), 16 GiB LPDDR3-2133 und eine 2 TB große SSD in die Bestellung, berechnet Apple 4.999 Euro. Alle Preise verstehen sich inklusive der Mehrwertsteuer.

Autor: mid
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