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Moto-Mods - Transform the Smartphone Challenge

Mobile | HT4U.net
Lenovo muss sich etwas einfallen lassen. Knapp zwei Jahre nach der Motorola-Übernahme steht es immer noch nicht gut um die Smartphone-Abteilung des chinesischen Konzerns. Ein Hoffnungsschimmer dürften vielleicht die Moto-Mods sein. Nachdem das Moto Z Play mit "unendlichen Möglichkeiten" beworben wurde, blieb "unendlich" bisweilen mit "vier" gleichgestellt. Und von den vier Möglichkeiten war auch nur eine wirklich neu für das Smartphone. Das Ganze könnte sich jetzt ändern.

Ein modulares Smartphone, also ein Smartphone in Baukastenart, bei welchem die Komponenten je nach Vorlieben des Besitzers ausgetauscht oder aufgerüstet werden können, lebt davon, dass es auch entsprechende Module zum Aufrüsten oder Austauschen gibt. Lenovos Moto-Z-Smartphones bieten zwar nicht die Möglichkeit des Komponentenaustauschs, wohl aber die des Aufrüstens. So lassen sich die Moto-Z-Modelle bisher mit einer verbesserten Kamera, einem Projektor, einem Lautsprecher oder einer Powerbank in der Hülle aufrüsten. Das alles ist zwar schön, hat aber auch seinen Preis, wie im Falle des Projektors mit knapp 350 Euro. Falls nicht, steckt vergleichsweise wenig dahinter wie im Beispiel des 2.220-mAh-Akkus für knapp 90 Euro.

Zusammen mit Indiegogo hat Lenovo eine(n) Wettbewerb/Kampagne mit Namen "Transform the Smartphone Challenge" gestartet, welche(r) Entwickler dazu ermutigen soll, eigene Module zu entwickeln. Wer teilnehmen will, muss seine Idee aber erst einmal prüfen lassen. Wessen Idee als gut empfunden wird, bekommt dann ein Entwickler-Set für die Entwicklung eines Prototyps. Zusammen mit Indiegogo wird danach eine Crowdfunding-Kampagne zur Umsetzung gestartet. Die zehn Finalisten, welche der Begutachtung der Jury standhalten, dürfen dann gegen Ende März 2017 im Moto-Hauptquartier in Chicago ihre Ideen präsentieren. Als Belohnung für den Gewinner winken ein Vertrieb durch Verizon, dem größten US-amerikanischen Mobilfunkanbieter, und eine Bewerbung der Mod durch Lenovo selbst. Ob es nur bei der einen Moto-Mod des Gewinners bleibt, die wir zukünftig in den Märkten beobachten können, ist nicht gewiss.

Vielleicht gibt es aber bald schon die ersten mobilen Drucker fürs Handy. Die Umsetzung in der Theorie ist möglich, den 10er-Papierstapel müsste man nur griffbereit in der Tasche haben und die Farbe müsste platzsparend untergebracht werden. Vielleicht hält das Moto Z Play sein Versprechen dann doch noch ein, denn mit den Modulen sind die Möglichkeiten wahrlich endlos.

LG hingegen wird sich nach der Schlappe des G5-Smartphones von den modularen Aufrüst-/Erweiterungsmöglichkeiten beim nächsten Modell trennen. Die Preise waren auch dort recht gesalzen, die Nachfrage zu gering.
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