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Radeon Pro WX-Reihe deutlich effizienter als die Desktop-Ableger

AMD kündigt Grafikkarten der Polaris-Chips für das Profisegment an

Grafik | HT4U.net
AMD hat heute drei neue Grafikkarten-Modelle für das Profisegment angekündigt. Alle drei basieren auf der aktuellen Polaris-Architektur, wie man sie aus dem Desktop-Segment als Radeon RX 480, RX 470 oder RX 460 kennt. Die Grafikkarten hören aber auf die Bezeichnung Radeon Pro WX (wobei das W für Workstation stehen dürfte) und sind bei ihrer Leistungsaufnahme klar niedriger angegeben, als die Desktop-Ableger.

AMD hat mit der Grafikkarten-Reihe Radeon Pro WX heute drei Modelle für das Workstation-Segment angekündigt. Im Detail handelt es sich um die Radeon Pro WX 7100, die Radeon Pro WX 5100 und die Radeon Pro WX 4100. Alle drei Modelle basieren mehr oder minder auf den Desktop-Versionen RX 480, RX 470 und RX 460, allerdings spricht AMD diesen Polaris-Ablegern eine deutlich bessere Energieeffizienz zu.

Die Radeon WX Pro 7100 ist praktisch ein identisches Pendant zur RX 480 mit 8 GByte GDDR5-Hauptspeicher, gleicher Anzahl Recheneinheiten und einem GPU-Takt von bis zu 1.240 MHz. Während AMDs typische Angabe zur Leistungsaufnahme unter Spielen bei der RX 480 bei 150 Watt liegt, spricht der Hersteller bei der WX 7100 von lediglich 130 Watt. Dazu bewirbt AMD die Karte als schnellste Single-Slot-Workstation-Grafikkarte. Die im Markt befindlichen Gamer-Grafikkarten für den Desktop-Bereich benötigen in der Praxis schnell bis zu 170 Watt.

Die Radeon Pro WX 5100 basiert praktisch auf der Radeon RX 470, wurde allerdings gegenüber diesem Desktop-Modell in den Rechenwerken beschnitten. Lediglich 1.792 Recheneinheiten stehen bei diesem Polaris-10-Chip zur Verfügung, der GPU-Takt liegt bei bis zu 1.100 MHz. 2.048 Recheneinheiten sind es bei der Radeon RX 470, und 1.200 MHz GPU-Takt. Die Besonderheit liegt wiederum bei der TDP. Während die RX 470 von AMD mit einer typischen Leistungsaufnahme von 120 Watt erwähnt wird, liegt die Leistungsaufnahme der WX 5100 bei lediglich 75 Watt, so dass die Grafikkarte gar auch ohne Stromstecker ausgeliefert wird. Die Speicherausstattung liegt hier ebenfalls bei 8 GByte GDDR5-Speicher – das Desktop-Pendant kommt üblicherweise mit 4 GByte Hauptspeicher daher.

Das aktuell letzte Modell im Bunde ist die Radeon Pro WX 4100, welche auf einen Polaris-11-Chip im Vollausbau blickt, damit mit höheren Rechenwerken als die Radeon RX 460 antritt. Den Chiptakt nennt AMD mit maximal 1.175 MHz, die TDP mit lediglich 50 Watt. Die typische Leistungsaufnahme unter Spielen der RX 460 nennt AMD mit 75 Watt.

Die der Presse zur Verfügung gestellten Modelle der Desktop-Versionen des Polaris-Chips waren allesamt Board-Partner-Grafikkarten, mit höheren Taktraten und damit auch höheren Leistungsaufnahmen, als AMD diese versprach. Die WX-Workstation-Modelle sind alle offenbar als AMD-Referenzmodelle ausgelegt und kommen mit Single-Slot-Kühllösung daher. Zu den Speichertaktraten hat AMD sich nicht geäußert. Die Verfügbarkeit soll ab Mitte November 2016 gewährleistet sein, und die Preise liegen klar höher als im Desktop-Segment. 800 US-Dollar soll die WX 7100 kosten, 500 US-Dollar die WX 5100, und für die WX 4100 werden immerhin noch Preise von 400 US-Dollar ausgerufen.

Wie es AMD gelingt, diese Profi-Grafikkarten so klar effizienter zu gestalten, bleibt aktuell das Geheimnis des Herstellers. Wir können – sollten die TDPs in der Praxis zutreffen – nur von Chipselektionen ausgehen.
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