Nachrichten

Verbesserte Fertigung und höherer CPU-Takt

Intels "Kaby Lake" bringt etwa sieben Prozent Mehrleistung

Prozessoren | HT4U.net
Als Intel Ende August die ersten CPUs der Generation "Kaby Lake" präsentierte, handelte es sich ausschließlich um stromsparende SoCs für schlanke Notebooks und Tablets. Auf schnelle Prozessoren für Gaming-Notebooks und Desktops müssen wir weiterhin warten, doch die chinesische Webseite PCOnline hat nun einen Core i5-7600K in die Finger bekommen und getestet.

Intel fertigt auch Kaby Lake im 14-nm-Verfahren, weshalb man von den neuen Prozessoren keine großen Leistungssprünge erwarten darf. Wie üblich wurde die Fertigung weiter optimiert, und so kann Intel zumindest an der Taktschraube drehen. Der Core i5-7600K hat einen Basistakt von 3,8 GHz und kann je nach Auslastung bis auf 4,2 GHz beschleunigen. Das sind jeweils 300 MHz mehr als beim aktuellen Skylake-Modell Core i5-6600K, das zwischen 3,5 und 3,9 GHz taktet. Diesen Mehrtakt zwischen 7,7 und 8,6 Prozent setzt der Core i5-7600K in eine Mehrleistung zwischen 5,3 (PhotoShop CS6) und 15,4 Prozent (WinRAR) um. WinRAR ist dabei der einzige Ausrutscher nach oben, was auf einen Messfehler hindeuten könnte. Die übrigen Messungen zeigen Zugewinne zwischen 6 und 8 Prozent.

Wie sein Skylake-Vorgänger verfügt auch der Core i5-7600K über 6 MiB Cache und einen Grafikkern aus 24 Recheneinheiten. Die iGPU trägt die Bezeichnung HD 630, besitzt keinen eigenen Speicher und muss daher auf den Arbeitsspeicher zurückgreifen. Idealerweise handelt es sich um DDR4-2133, aber DRR3L-1600 wird ebenfalls noch unterstützt. Leistungstechnisch liegt Intels HD 630 bei 3DMark auf dem Niveau des HD 530 der Skylake-Generation, alle Abweichungen bewegen sich im Bereich einer Messtoleranz. Mit einer Lastspannung von 1,33 Volt übertrifft der getestete Core i5-7600K den Core i5-6600K um 0,03 Volt. Die TDP des Prozessors wird mit 91 Watt angegeben – nicht gerade wenig für einen Vierkern-Prozessor ohne HyperThreading.

Der Test der chinesischen Kollegen unterstreicht, was wir bereits vermutet hatten: Der "Kaby Lake" ist für Desktop-Rechner kein großer Schritt nach vorne und kann getrost übersprungen werden. Weder in Bezug auf die Strukturgröße noch im Hinblick auf die Energieeffizienz, die Architektur oder die integrierte Grafiklösung gibt es nennenswerte Änderungen. Jegliche Mehrleistung quetscht Intel aus höheren Taktraten heraus. Dieser Stillstand beim Marktführer könnte die große Chance für AMDs Zen-Prozessoren sein.

Autor: mid
[]







Stichworte zur Meldung: Intels