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Version 1.0.42 soll Schreibmengen auf SSDs verringern

Nach Druck durch die Presse: Spotify-Update soll Probleme mit Datenmengen reduzieren

Internet | HT4U.net
Nach Monaten der Untätigkeit reagiert Spotify nun mit einem Update auf einen Fehler im Programm. Wie sich bereits im Juni 2016 herausgestellt hatte, sorgt der Streaming-Dienst für zu hohe Schreiblasten beim Streamen, und gerade Besitzer von SSDs mussten um die Lebenserwartung ihrer Medien bangen. Erst nachdem die Presse vermehrt in den letzten Wochen über die Probleme berichtet, hat sich das Online-Portal des Problems offenbar angenommen.

Viele Programme sorgen im Hintergrund für große Schreiblasten auf den Datenträger im System – in manchen Fällen für höhere, als zwingend sein müsste. Problematisch kann diese im Falle von modernen, schnellen SSDs werden, da deren Flash-Speicher-Zellen nur eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen ermöglichen und daher bei exzessiven Schreibzugriffen schneller altern. Im September erst hatten wir auf Probleme beim Browser Firefox und dessen Schreibleistungen zwecks Update-Möglichkeiten im Falle von Abstürzen berichtet. Doch die dort stattfindenden Schreibleistungen sind offenbar nichts gegenüber dem, was bei Spotify geschieht.

Im Juni dieses Jahres meldeten Anwender im Forum von Spotify zurück, dass regelmäßig hohe Datenmengen über die Ordner mecury.db und mecury.db-wal auf den Datenträger geschrieben werden. Rund 300 MByte pro Song sollen hier geschrieben werden, was weitaus größer ist, als das Lied selbst. Dieser Umstand und die Tatsache, dass es sich bei den beiden Ordnern wohl um Playlist-Datenbanken handelt, deuten ganz klar auf einen Fehler der Software hin. Trotz weitergehender Klagen der Anwender im Forum von Spotify geschah allerdings nichts. Erst nachdem die Presse sich vor ein paar Wochen des Themas annahm und die Schreibmengen für bedenklich in Verbindung mit SSDs und deren Lebenserwartungen deklarierte, scheint im Unternehmen etwas Bewegung in die Sache gekommen zu sein.

Wirkliche Klarheit, um welchen Fehler es sich handelt oder gehandelt hat, schafft die offizielle Stellungnahme von Spotify nicht. Man spricht lediglich davon, dass man den Reaktionen aus der Community nachgekommen sei und Fragen bezüglich der Größe der Datenmengen überprüft habe, welche der Spotify-Client auf den heimischen Datenträger schreibt. Diese Umstände habe man analysiert und mit der Version 1.0.42 nun behoben. Aktuell liegen uns noch keine Informationen darüber vor, ob die Probleme nun tatsächlich beseitigt sind – das Update ist allerdings verfügbar und sollte zwingend beim Einsatz von SSDs installiert werden.
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