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Und es gab sie doch!

Radeon R9 285X im Vollausbau durch Zufall aufgetaucht

Grafik | HT4U.net
AMD hatte die Radeon R9 285 mit Tonga-Grafikchip im Nachgang zu seiner Radeon R9 280X 2014 ins Rennen geschickt. Gerüchte, dass dieser Tonga-Chip nicht dem Vollausbau entsprach, wiedersprach AMD zu Beginn, bestätigte aber später, dass der Chip statt eines 256-Bit-Speicher-Interfaces ein 384-Bit-Speicher-Interface ermöglicht hätte. Durch einen reinen Zufall zeigt sich nun, dass AMD diese Grafikkarte tatsächlich in Planung hatte und auch gebaut hat. Den Markt erreichte sie aber nie.

Wie Videocardz berichtet, findet sich im Forum von Overclock.net ein Anwender, welcher im Besitz einer Radeon R9 285X – also Tonga im Vollausbau – befindet. Das Modell soll der Anwender ZealoKi11 offenbar durch ein Versehen direkt von AMD erhalten haben – bei AMD wusste offenbar niemand mehr nach zwei Jahren, welches Modell man hier verschickte, und war der Ansicht, dass es sich um eine R9 285 handelte.

Die von ZealoKill veröffentlichten Bilder, aber eben auch die Screenshots dokumentieren, dass wir es mit einem Tonga-Chip mit 3 GByte GDDR5-Arbeitsspeicher, einem 384-Bit-Speicher-Interface und 2.048, statt 1.792 Shader-Einheiten wie bei der R9 285, zu tun haben. Auch die gezeigten Benchmark-Werte zeigen höhere Leistungen.

Es bleibt fraglich, warum AMD letzten Endes die R9 285X nicht mit in die folgende Radeon-Rx-300-Reihe aufgenommen oder gar schon in der R9-200-Reihe präsentiert hatte. Spekulationen gehen dahin, dass der Chip von der Leistung her nicht ausreichende Performance-Resultate erbrachte und mit erzwungenen 3 GByte Hauptspeicher (durch 384-Bit-Speicher-Interface) in der R9-200-Reihe schlicht zu teuer gewesen wäre. Tonga als R9 285 enttäuschte auch etwas, denn seine Namensgebung vermittelte eine höhere Leistung als jene der R9 280X, doch die Leistung blieb dahinter. AMD tat sich schwer, die Namensgebung zu erklären.
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