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The Balance of Power in Gaming

Marktstudie: Gaming-Markt wächst - AMD führt insgesamt betrachtet

Grafik | HT4U.net
Eine neue Studie der Marktforscher von Jon Peddie Research lautet auf den Namen "The Balance of Power in Gaming" und befasst sich unter anderem mit der Marktverteilung von Grafikchips im Spielersegment. Einem sehr komplexen und weiter wachsenden Bereich, welcher im auslaufenden Jahr auf 717 Millionen Nutzer von x86-basierten Konsolen und Spieler-PCs blickt. Bis zu 775 Millionen Anwender erwartet man bis zum Jahr 2019. AMDs Zwischenfazit der Studie lautet: Man liefere 57 Prozent der Grafikchips für dieses Segment.

Man muss nichts schönreden und braucht nichts wegzudiskutieren: Studien agieren grundsätzlich aus den ermittelten Zahlen des Marktforschers, und hineininterpretrieren oder eben in Stücken herausinterpretrieren kann man vieles. Nach der aktuellen Studie der Marktforscher von Jon Peddie Research, stammen rund 57 Prozent der auf dem Markt vertretenen Grafikchips für Gaming-Bereiche bei x86-Konsolen und Gaming-PCs (auch Notebooks inbegriffen) aus dem Hause AMD. Hier schlägt erstmals durch, dass AMD seine APUs auch für die PlayStation 4 und Xbox One liefert. Dabei berücksichtigen die Forscher auch, dass in Intel-Systemen mit deren automatisch integrierten Grafikeinheiten separate Grafikchips von AMD oder NVIDIA zum Einsatz kommen und eben diese zum Spielen verwendet werden, statt der Intel-Lösung.

In dieser kompletten Betrachtung passt auch AMDs Bezug, dass man für Spieler aktuell 57 Prozent der Gaming-GPUs liefert, NVIDIA knapp 23 Prozent und Intel lediglich rund 20 Prozent. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn blickt man auf die verkauften GPU-Einheiten und berücksichtigt dabei eben die integrierten Lösungen in CPUs, bleibt Intel weiterhin Marktführer auf Grund der Menge der verkauften Chips. Geht es um diskrete GPUs – also separat verkaufte Grafikkarten –, spielt Intel in diesem Bereich natürlich keine Rolle mehr und die Schlacht wird zwischen AMD und NVIDIA ausgetragen. Letztere entscheidet weiterhin NVIDIA von den Marktanteilen her für sich. Hier sieht Jon Peddie Research im dritten Quartal 2016 29,1 Prozent Marktanteile bei AMD und eben 70,9 Prozent bei NVIDIA. Im gesamten Verlauf seit dem dritten Quartal 2015 sieht man dabei zwar einen Zuwachs bei AMD, NVIDIAs "Übermacht" scheint allerdings weiterhin erdrückend.

Ungeachtet dessen sieht man dennoch einen starken Vorteil für AMD unter Berücksichtigung der Gamer-Konsolen. Für AMD kann dies nur ein Zwischenschritt sein, denn aus den verschobenen Marktanteilen heraus konnte man bislang keinen herausragenden Profit ziehen. NVIDIA hingegen hat aktuell wieder seinen Fuß bei Nintendo in der Tür, was zeigt, dass man sich auf dem Markt auch nicht auf Lorbeeren ausruhen darf und mit sehr harten Bandagen gekämpft wird.

Fakt in allen Lebenslagen bleibt allerdings, dass gerade der PC-Markt derzeit überwiegend im Gaming-Geschäft durch Erfolgszahlen geprägt werden kann. Wirft man einen Blick dorthin, ist gar auch Windows 10 Marktführer im Desktop-Spiele-Bereich – zumindest nach den aktuellen Statistiken der Spieleplattform Steam.
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