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 OCZ: "BIOS-Updates" nun auch für Speicherriegel

Speicher | 08.08.2007, 20:34
Einen ganz neuen Weg Enthusiasten an sich zu binden geht nun OCZ. Mit einen neuen Tool, dass der Hersteller SPD-Z nennt, will der Hersteller den Anwendern und Besitzern von OCZ-Speichermodulen die Option bieten, ihr SPD neu zu programmieren. Dies soll den Vorteil haben, dass man die SPD-Programmierung auf die jeweils schnellsten Settings anpassen kann, die in der entsprechenden Arbeitsumgebung, abhängig von Mainboard oder ähnlichen Faktoren, möglich ist.

Hierzu hat OCZ nun eine "Beta-Testphase" eingeleitet. Im Support-Forum bietet man das Beta-Tool SPD-Z nun zum Download an. Zudem erfährt man dort, dass OCZ wohl in kürzeren Abständen auch neue SPD-Versionen für entsprechende Module vorlegen wird, welche der Anwender dann herunterladen und in seine Speicherriegel einprogrammieren kann. Das Tool prüft dabei zuvor natürlich, ob es sich um OCZ-Speicher handelt. Als Sicherheitshinweis spricht OCZ davon, dass der Anwender zuvor sicherstellen muss, dass sein System stabil und nicht übertaktet arbeitet.

Bleibt für uns natürlich wieder die Frage, was dieser Schritt bezwecken soll. Wenn Speicher letzten Endes, beispielsweise als LowLatency-Module mit geringsten Speicherlatenzen angeboten werden, dann sollte der Hersteller natürlich auch sicherstellen, dass diese Speicher auch auf den entsprechenden Hauptplatinen halten, was sie versprechen. Neben einem geschickten Marketingschachzug, entsteht dann doch ein wenig der Eindruck, dass man zurückrudert. Wenn Speicher-Latenz-Angaben beispielsweise eine Spannung von 2,3 Volt benötigen um überhaupt realisiert zu werden und eine Hauptplatine eine solche Spannung nicht bieten kann, dann kann ein Flash-Utility hieran ebenfalls nichts ändern.

Wenn eine Hauptplatine vom BIOS her so programmiert ist, dass nicht gängige Speicheroptionen performanter gesetzt werden und dadurch kürzere Latenzzeiten bei den üblichen Verdächtigen (tCL-tRP-tRCD-tRAS) nicht umzusetzen sind, dann könnte ein solches Firmware-Update durchaus Abhilfe schaffen, immer vorausgesetzt, die SPD-Erkennung des Mainboards funktioniert korrekt und bei den schwierigen Latenzen handelt es sich nicht um Speichercontroller-Latenzen.

Wir können uns kaum vorstellen, dass OCZ mit diesem Vorgehen tatsächlich wirkliche Enthusiasten erreichen will und kann. Diese sind in der Lage die Engpässe und Fallen im eigenen System selbstständig auszuloten und ein stabiles System zu konfigurieren. Vielmehr sehen wir eine weitere Option neben "dynamischen Übertaktungen" bei Mainboards, "erweiterten SPD-Optionen" bei NVIDIA, welche die Laien und nicht Übertakter anzusprechen versucht.

Wir werden sehen, wie sich das neue OCZ-Unterfangen entwickelt und ob gar andere Hersteller plötzlich einem solchen Beispiel folgen werden.
[pg]

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