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  Hector Ruiz zur Verspätung des Barcelona

Prozessoren | 21.08.2007, 21:30
Dass der neue AMD Server-Prozessor mit vier Kernen auf den Namen Codenamen Barcelona hört und am 10. September nun endlich das Licht der Welt erblicken wird, ist unlängst kein Geheimnis mehr. Allerdings erscheint Barcelona später als geplant und natürlich als dem momentan finanziell angeschlagenen Unternehmen lieb war. In einem Interview mit der San Jose Mercury News, ließ AMDs CEO Hector Ruiz unter anderem durchblicken, was die Gründe hierfür waren.

Von den Reportern auf die Verzögerungen von nunmehr mehr als sechs Monaten angesprochen, meinte Ruiz bestätigend, dass Barcelona später sei, als von AMD ursprünglich geplant. Gründe hierfür erklärte der AMD-Chef mit immer wieder angetroffenen Problemen. Man war dabei etwas völlig neues zu schaffen. Mit dieser Aussage bezog er sich darauf, dass man nicht wie Intel lediglich zwei Dual-Cores auf einem Träger arrangiert habe, sondern einen nativen Vier-Kern-Prozessor entwickelte. Und dies sei höchst kompliziert. Immer wieder sei man auf ein Problem gestossen, dessen Fehlerbeseitigung sechs Wochen und länger in Anspruch genommen habe und das ganze habe sich häufiger wiederholt, als erwartet. Und nachdem man alle unerwarteten Fehler nach einer Weile beseitigt habe, sei man eben sechs Monate und mehr später angelangt, als ursprünglich geplant.

Hector Ruiz geht davon aus, dass der Barcelona dafür sorgen wird, dass AMD seine Position im Server-Bereich zurück gewinnen wird, da es sich um ein sehr "starkes Produkt" handele. Gleichzeitig räumt er allerdings ein, der der Auftritt nicht so eindrucksvoll sein wird, als jener des Opteron seinerzeit. Zu dieser Zeit hätte Intel keine passenden Produkte entgegenzusetzen gehabt. Heute sei es wohl vielmehr so, dass AMD und Intel in allen Bereichen deutlich vergleichbarer seien.

Natürlich blieb in dem Interview Intel selbst und die Kartellrechtsklagen ein Thema und Hector Ruiz wies abermals darauf hin, dass er es für gerecht hielte, wenn Intel hierfür finanziell abgestraft werde, dies sei aber nicht AMDs Hauptherausforderung.

Schlussendlich informierte der 61 Hector Ruiz auf die Frage nach einem eventuellen Ruhestand, dass er bislang noch nicht an so etwas gedacht habe. Und so bleibt Herr Ruiz AMD und uns wohl noch eine Weile erhalten, immer vorausgesetzt, die Börsenkurse fangen sich wieder und Barcelona fährt die gewünschten Erfolge ein ;).

[pg]

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