Eine US-amerikanische Studie, die auf Zahlen des Internationalen Verband der phonographischen Industrie (IFPI) basiert, beziffert den jährlichen Schaden, der durch "Musikpiraterie" entsteht, auf über 12 Milliarden US-Dollar, ebenso sollen über 70000 Arbeitsplätze verloren gehen.
Das Institute for Policy Innovation (IPI), welches die Studie durchgeführt hat, weißt selbst darauf hin, dass es sich nur um Schätzungen handelt. Amtliche Zahlen und unabhängig durchgeführte Studien, wie beispielsweise eine von Harvard im Jahre 2004 durchgeführte Studie, bestätigen solche Zahlen dagegen nicht, im Gegenteil, die Studie von Harvard stellte einen Schaden von ungefähr Null fest.
Eine genauere Analyse lässt noch deutlich mehr Zweifel aufkommen. Laut dieser Studie sollen fast 27000 der 70000 Arbeitsplätze in der Musikbranche selbst verloren gehen. In den 90ern war das auch etwa die Anzahl Arbeitsplätze in der Branche. Die Studie geht also davon aus, dass hier ein Wachstum vom 100% innerhalb von 10 Jahren entstanden wäre, und dass nur "Musikpiraterie" dies verhindert habe. Gegen die Verbraucher gerichtete Maßnahmen, die nicht nur Kopieren, sondern auch
Abspielen unterbinden, sollen daran keine Schuld tragen. Auch das Verbinden vom
Schutz geistigen Eigentums mit Terrorismus, wie es bereits in den USA geschehen ist, erhöht nicht gerade die Glaubwürdigkeit solcher Äußerungen seitens der Musikindustrie.
[an]