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 AMD: "Verbraucher kaufen keine Nanometer"

Prozessoren | 29.08.2007, 21:50
Auf der Asia Analyst Tour 2007 hat AMD ein wenig Auskunft über künftige Pläne im Bereich der Server-, Desktop- und Notebook-Planungen gegeben. Dabei habe man den Fragenden Reportern bezüglich des (Fertigungs-)Rückstandes zu Intel geantwortet, dass Verbraucher keine Nanometer kaufen. AMDs Produktentwicklung sei auf den Marktbedarf abgestimmt und die notwendigen Produkte würden zur passenden Zeit dem Markt zur Verfügung gestellt.

Und so blieb das Hauptthema beim kommenden Vier-Kern-Opteron Barcelona, welcher am 10. September erwartet wird. Offensichtlich bestätigte AMD in diesen Gesprächen, dass die Vorstellung des Barcelona-Kerns mit 1,9 GHz Taktfrequenz erfolgen wird, möglicherweise auch mit 2,0 GHz. Frequenzen von bis zu 2,3 GHz seien angezielt, doch es sei zu früh zu sagen, was im Jahr 2007 noch alles geschehen werde.

Auch ließ man sich nicht auf eine definitive Vorstellung einer Desktop-Plattform, bestehen aus Phenom-Prozessor und RD790-Chipsatz festlegen. Es blieb bei Prognosen zu "Ende des Jahres". Allerdings sprach man auch davon, dass die Folge-Generation in 45nm-Prozessor-Fertigung mit 6 MB Level3-Cache noch in 2008 erfolgen wird. Die Plattform sei dann ein RS7xx-Chipsatz.

Die Puma-Notebook-Plattform ziele man derzeit für 2008, inklusive des RS780M-Chipsatzes an, was wohl die Frage nach dem Fusion-Konzept - einer Umstezung von Prozessor aus Grafik- und Prozessor-Einheit in einem Kern - aufbrachte. Dazu gab man die Richtlinie 2009 bekannt.

Aus den gehörten Äußerungen bleiben damit als harte Fakten erst einmal, dass die heutigen Spekulationen zu Barcelona und dessen Taktfrequenzen erst einmal der Wahrheit zu entsprechen scheinen. Die bislang geschürten Erwartungen, dass ein Desktop-Phenom-System X4 mit 3 GHz Takt noch in diesem Jahr erscheinen wird, sollte man möglicherweise erst einmal mit Vorsicht genießen.

Und dass Verbraucher keine "Nanometer" kaufen ist korrekt, sie kaufen aber auch keine TDP. Aber dennoch gibt es werbewirksame Mittel, welchen sich AMD in den vergangenen Jahren bediente um ihre Vorzüge darzustellen - eben dies basieren zum Teil auf Fertigungsvorsprung, sei es nun in der Energie-Effizienz oder in der Leistung.
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