Nachdem Alienware vor kurzem die Integration einer Hybrid-Festplatte in ein Notebook bewarb stellt nun der Hersteller DTS ein ähnliches Produkt für den Retail-Markt vor. DTS nutzt die Vorteile beider Speichermedien und verbaut ein 1 GB großes RAM-Modul als Puffer. In dem 3,5 Zoll Gehäuse nimmt daneben eine 2,5 Zoll Festplatte mit wahlweise 5400 rpm oder 7200 rpm platz, die es in den Größen 80, 120 und 200 GB geben soll. Die Festplatten sind vor allem für den Einsatz in Servern gedacht, wo sie eine bessere Alternative zu den aktuellen SAS Festplatten darstellen sollen.
Mit einer Übertragungsrate von knapp 110 MByte/s bei sequenziellen Zugriffen liegt die HDD noch leicht hinter den SAS-Konkurrenten. Doch in Punkto Energieverbrauch kann das Produkt mit 7 Watt im idle und 14 Watt unter Last deutlicht punkten. Auch beim Preis liegen die Festplatten von DTS mit ca. 100 Euro für die 80 GB Version klar vorne.
Vorteil gegenüber der Hybrid-Festplatte im Alienware Notebook ist vor allem die Unabhängigkeit vom Betriebssystem. Entgegen der Festplatte im Alienware Notebook, welche nur unter Windows Vista als Hybrid-Platte erkannt und genutzt werden kann, entfaltet das Produkt von DTS sein volles Potential unter jedem Betriebssysten welches SATA unterstützt. Bleibt noch der Datenverlust, welcher bei einem Stromausfall auftreten könnte. Diesen Fall will der Hersteller mit einem Pufferkondensator entgegen treten, welcher die Festplatte nach einem Stromausfall noch so lange mit Energie versorgt (90 Sekunden), bis zumindest die Daten aus dem RAM-Puffer auf die Magnetträger geschrieben sind.
[bb]