In einem
Gespräch mit den
Xbit-labs bestätigte ein AMD-Vertreter, dass die kommenden Prozessoren mit K10-Kern die Möglichkeit besitzen PC2-8500-Speicher (DDR2-1066 MHz) zu nutzen. Bisher ist die maximal von der JEDEC spezifizierte Geschwindigkeit von DDR2-Speicher PC2-6400 (DDR2-800 MHz). Allerdings hat erst kürzlich Micron
angekündigt ab dem 3. Quartal entsprechende DRAM-Chips anzubieten, die diese Geschwindigkeit auch ohne Spannungserhöhung mit den spezifizierten 1,8 Volt erreichen. Möglich macht dies die Produktion in 78-Nanometern Strukturgröße.
Neben AMD haben auch VIA und SIS angekündigt zukünftig entsprechende Chipsätze, vermutlich für Intel-Systeme, anzubieten. Durch die breite Unterstützung scheint eine Verabschiedung durch die JEDEC ziemlich wahrscheinlich zu sein - unklar ist allerdings, ob Intel ebenfalls Chipsätze mit Unterstützung für die größere Speicherbandbreite anbieten wird. Eigentlich wollte Intel mit der parallelen Unterstützung von DDR2- und DDR3-Speicher bei der in Kürze erscheinenden "3"-Chipsatzfamilie für einen schnellen Umstieg auf die neue Speichertechnologie sorgen.
Vermutlich wird aber eine ähnliche Verzögerung wie beim Umstieg von DDR1- auf DDR2-RAM auftreten. Damals sollte ursprünglich bei DDR1-333 (PC-2700) das Ende der Fahnenstange sein, durch die guten Ergebnisse der Speicherhersteller kam es aber auch hier zu nachträglichen Verabschiedung von DDR1-400 (PC-3200), was den Durchbruch von DDR2-RAM längere Zeit behinderte. Da AMD frühestens für Mitte 2008 mit dem Sockel AM3 Systeme für DDR3-Speicher anbieten wird und AM3-Prozessoren auch im Sockel AM2+ mit DDR2-Speicher laufen werden, dürfte sich der Durchbruch von DDR3-RAM vermutlich bis ins Jahr 2009 verzögern.
[ch]