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 Noch einmal zu AMDs ACP-Angabe

Prozessoren | 11.09.2007, 20:21
Zur gestrigen Vorstellung von AMDs K10-Architektur, hatten wir berichtet, dass AMD nun auch noch eine Average CPU Power (ACP) Nennung vornehmen wird. Aus der Pressemitteilung war zu entnehmen, dass AMD die Thermal Design Power (TDP) Angabe aber auch weiterhin zur Verfügung stellen wird. ACP soll hingegen, ermittelt über Benchmarks-Programme den typischen Stromverbrauch im Lastbereich darstellen. Wie heise allerdings berichtet, wird AMD die TDP lediglich noch Entwicklern zur Verfügung stellen und offenbar nicht mehr breit zugänglich machen.

Als Gründe dafür erklärt man, dass Intel TDP-Angaben gegenüber AMDs TDP-Nennungen ungerecht seien. Während AMD darunter den maximal möglichen Stromverbrauch, ermittelt anhand Datenblättern sieht, sei dies bei Intel nicht so. Schutzschaltungen wie Throtteling oder das Abschalten des Systems seien von Intel hier berücksichtigt und die Nennung der Intel-TDP falle damit kleiner aus.

Andererseits orientiert sich AMD aktuell in Vergleichen ihrer ACP-Angabe jedoch an Intels TDP-Angabe. Ob das nun fair ist, lassen wir einmal dahingestellt. Allerdings sollte AMD durchaus vorsichtig mit der ACP-Nennung sein, welche sich ca. 20% unterhalb der TDP (derzeit) bewegt. Bedenken wir unsere Erfahrungen in der Messung zur Leistungsaufnahme auf einem ASRock SATA2-GLAN, in Verbindung mit einem Athlon 64 X2 6000+, so lag das Messresultat dort nur knapp 10% unter der TDP-Nennung. Bislang haben die Hersteller bei ihren TDP-Angaben eben auch noch Unwägbarkeiten, wie beispielsweise ein sehr schlechter Wirkungsgrad der Mainboardspannungswandler mit berücksichtigt.

Sollte man nun hier plötzlich mit "geschönten Zahlen" aufwarten, so könnte sich das durchaus kontraproduktiv auswirken, falls in entsprechenden Gegenmessungen höhere Werte erzielt werden. Spätestens zur Einführung der Phenom-Desktop-Varianten werden wir durch unsere Messungen in der Lage sein uns ein eigenes Bild zwischen Nennung der ACP und der Realtität zu machen.
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