Entgegen aller Erwartungen erwirtschaftete Yahoo im dritten Quartal einen deutlich größeren Gewinn als von vielen Analysten angenommen. So reduzierte sich der Nettogewinn von 158,5 Millionen US-Dollar auf nur noch 151 Millionen US-Dollar, überflügelte damit aber die pessimistischen Prognosen, die lediglich von 113 Millionen US-Dollar Gewinn ausgegangen waren. Gleichzeitig zog der Bruttoumsatz um 12 Prozent auf 1,77 Milliarden US-Dollar an, wobei der Umsatz über die eigene Webseite um ein Viertel zulegen konnte. Ebenfalls positiv entwickelte sich nach langer Durststrecke das Werbegeschäft positiv mit einem Plus von 20 Prozent, welches seit geraumer Zeit hinter der wachsenden Konkurrenz — auch aus dem Web 2.0 — zurück stecken musste.
Für das vierte Quartal sieht Yahoo ein Anhalten des positiven Trendes und erwartet nochmals freundliche Ergebnisse. Gespannt sein darf man, wie weit sich die Zahlen auch ins nächste Jahr fortschreiben lassen. Erst dann wird sich wohl herausstellen, ob der
Führungswechsel mit Gründer Jerry Yang auch strategisch sinnvoll war. Seine erst Amtshandlung belief sich auf die Vereinigung der Geschäftsbereiche für Banner-Werbung und Suchmaschinen-Anzeigen. Auch die Asuwirkungen der neuen Werbeplattform
Panama werden sich wohl erst im nächsten Jahr zeigen. Yahoo ist hinter Google der zweitgrößte Betreiber von Internet-Suchmaschinen mit geschätzten 8,5 Milliarden Anfragen im Monat.