Nie war Speicher so günstig wie zur jetzigen Zeit. Die Gründe hierfür sind teils vielfältig, keinesfalls, wie die DRAMeXchange-Börse meint, abhängig von derzeit angekündigten, etwaigen "Katalysatoren". Die Rede ist wohl zweifelsohne von noch nicht vorgestellten Produkten aus dem Prozessor-Bereich (AMD Phenom, Intel Yorkfield) oder Mainboard-Bereich (Intel X38, X48, NVIDIA 790 oder erwartete, neue AMD-Chipätze) oder gar erhofften Verkaufsteigerungen bei Microsoft Windows Vista zum Weihnachtsgeschäft. Vielmehr geht DRAMeXchange davon aus, dass all diese Katalysatoren nicht dazu führen werden, dass die Speicherpreise sich 2007 noch einmal erholen werden.
So zeigt der Markt derzeit, dass ein DDR2-667 Modul mit kurzen Latenzzeiten und 512 MByte Kapazität schon für
unter 12 Euro über die Ladentheke geht. Ein 1 Gbyte Speichermodul gleicher Art schlägt mit knappen
21 Euro zu Buche und selbst DDR2-800 Kits mit 2 Gbyte Kapazität von Herstellern wie Corsair, werden teils nur mit
59 Euro gehandelt.
Betrachtet man sich die Preisentwicklung der DDR2-667 Chips seit
Jahresanfang, so erkennt man einen anhaltenden Preisverfall. Wurde im Januar 2007 ein 512 Mbit-Chip DDR2-667 noch mit fast 6 US-Dollar an der Speicherbörse gehandelt, so liegt der Preis Anfang Oktober lediglich noch bei 1,31 US-Dollar - runden 22% dessen, was man zu Beginn des Jahres noch zahlen musste.
Auch der Branchenprimus Samsung geht derzeit wohl nicht von einer Besserung der Situation 2007 aus. Evtl. ziehen zum Weihnachtsgeschäft die Preise noch einmal kurzfristig an - doch auch dass steht noch in den Sternen, denn letzten Endes können sich die OEM-Hersteller bereits jetzt schon ausreichend mit günstigen Speichern eindecken um damit problemlos diese übliche Zeit gestiegener Nachfrage abfedern zu können.
[pg]