Sowohl in Köln als auch in Hamburg können sich Nutzer in nächster Zukunft wohl auch schnellere Anschlüsse freuen. So will NetCologne sein Einzugsgebiet für 100-Mbit/s-Anschlüsse im Laufe des nächsten Jahres wesentlich ausbauen und auch Telecom-Italia-Tochter Hansenet will unter der Marke Alice
Berichten zufolge entsprechende Angebote über Glasfaser überdenken. Dabei könnten rund 15.000 Häuser mit rund 100.000 Kunden in den Genuss einer direkten Glasfaser-Anbindung kommen. Dass Bedarf nach mehr Breitband besteht, ist dabei keine Frage. Ein ähnliches
Angebot plant auch der Münchener Anbieter M-Net.
Spannend ist hingegen, zu welchen Preisen die Zugänge schließlich angeboten werden sollen und vor allem, in welchem Umfang schließlich der Ausbau fortgeführt wird. So gibt es besonders in ländlichen Gebieten leider noch immer viel zu viele Nutzer, die sich mit den dünnen Brandbeiten von ISDN oder gar analogen Telefonanschlüssen quälen müssen. Der Spaß bei der Nutzung von Breitband-Angeboten wie etwa Live-Streams oder Voice-Over-IP dürfte sich für diese Nutzergruppe erheblich in Grenzen halten. Bisher reicht die Nachfrage in Ballungsgebieten und großen Städten noch aus, um genug Wachstum zu generieren, doch schon auf absehbare Zeit wird man zwangsläufig darüber nachdenken müssen, wie auch dünner besiedelte Gebiete vom multimedialen Zeitalter profitieren können.
[rl]