Der kalifornische Grafikchip-Experte NVIDIA konnte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2008 erneut mit einem positiven Ergebnis glänzen. So erwirtschaftete bei um 23,8 Prozent gewachsenem Umsatz von 844,3 Millionen US-Dollar einen deutlich höheren Nettogewinn vor Steuern von 132,3 Millionen US-Dollar. Er wuchs damit um 44 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres, in dem man noch einen Gewinn von 91,36 Millionen US-Dollar verzeichnet hatte.
Einen wesentlichen Anteil am Ergebnis hatte das Notebook-Segment, dessen Umsatz um 71 Prozent zulegte und weiterhin weltweit den größten Marktanteil für sich verbuchen kann. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Chipsatz-Bereich, dessen Umsatz um ein Viertel gewinnen konnte und immer noch die wesentliche Grundlage für Mainboards von AMD-Systemen darstellt. Bei den Chipsätzen mit integrierter Grafik hatte NVIDIA jedoch leichte
Einbußen hinnehmen müssen und verlor 1,6 Prozent der Marktanteile an Intel.
Um weiterhin Boden gut zu machen, arbeitet NVIDIA zudem an einer Kooperation mit Intel, die sich laut
3DCenter wesentlich um den Erwerb von Lizenzen für FSB1600, Plattformen für Xeon-Prozessoren und zukünftige Nehalem-Architektur dreht. Was Intel im Gegenzug von NVIDIA erhält, ist noch nicht vollkommen klar, scheint sich aber speziell auf die Grafik in integrierten Chipsätzen zu belaufen. Dort hatte Intel die vergangenen Jahre häufig in Sachen Performance das Nachsehen gegenüber den IGP-Chipsätzen von AMD/ATI. Weitere Spekulationen sprechen von möglichen SLI-Lizenzen für Intel-Plattformen, die derzeit mangels Fakten ebenfalls nur schwerlich bewertet werden können.
[rl]