Bereits im August informierte Qimonda an der Entwicklung von GDDR5 Grafikspeicher
zu arbeiten und setzte dabei nicht auf Entwicklungen von GDDR4-Speicher. Nun hat Qimonda damit begonnen, erste Muster des Speichers auszuliefern. Mit einem finalen Einsatz auf High-End-Produkten rechnet man 2009.
Ursprünglich sprach Qimonda davon, dass neben verbessertem Stromverbrauch die Leistung bis zu dreimal höher liegen wird, als bei GDDR3-800. Die aktuell ausgelieferten Muster sollen nun eine Bandbreite von bis zu 20 GByte/s erreichen - das doppelte dessen, was die momentan schnellsten GDDR3-Speicher ermöglichen. Allerdings ist der GDDR5-Standard bei der JEDEC derzeit noch nicht verabschiedet. Qimonda geht jedoch davon aus, dass dies in Bälde erfolgen wird. In ihren
Whitepapers zu GDDR5 gibt der Speicherspezialist eine Spannung von 1,5 Volt an. Dies entspricht der derzeitigen Spannung von DDR3-Speichern. Ob es hier noch Optimierungen geben wird, ist derzeit nicht bekannt.
Riskant ist allerdings für Qimonda der erwartete Produktzyklus, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen vollständig auf ein GDDR4-Angebot verzichtet. So könnte sich GDDR4 aber durchaus länger halten, als man erwartet, wenn man bedenkt, dass Samsung zum Beispiel bereits Chips mit bis zu 4 GHz Datenrate gezeigt hat. Ursprünglich sollte hier bei rund 2,8 GHz das Ende der Fahnenstange erreicht sein, sodass GDDR5 mit Frequenzen ab 3,5 GHz in 2008 den Markt beschreiten könnte.
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