Im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 gab der Sytem-Hersteller Lenovo überraschend
bekannt, dass man sich schon zwei Jahre früher als geplant vom Namen IBM bei den Think-Produkten trennen wird. Ursprünglich erwarb Lenovo bei der
Übernahme der Komplettrechner-Sparte von IBM im Jahr 2005 neben den Markennamen Thinkpad und Thinkcentre auch das Recht diese Geräte noch bis 2010 "IBM Thinkpad" und "IBM Thinkcentre" zu nennen.
In der Zwischenzeit wurden aber bereits alle Software-Tools vom Namen "IBM" auf den Namen "Thinkvantage" überführt und auch sukzessive mehr und mehr Thinkpad- und Thinkcentre-Produkte ohne das IBM-Logo auch innerhalb einer Serie verkauft, während das Design ansonsten identisch blieb. Nachdem Lenovo seither viel unternommen hat den eigenen Namen verstärkt bekannt zu machen, beispielsweise mit Sponsoring in der Formel1 und bei den nächstjährigen Olympischen Spielen, sieht William J. Amelio, Lenovos Präsident und CEO, nun den Zeitpunkt gekommen den IBM-Namen zu beseitigen. In Anbetracht der augenscheinlich guten Reaktion des Marktes auf Think-Produkte ohne IBM-Namen macht diese Entscheidung sicherlich Sinn, um den eigenen Namen weiter zu festigen und sich endgültig als ernst zu nehmender Hersteller zu profilieren, der keinen IBM-Anschub mehr benötigt.
[tm]