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  Verstopfte Leitungen? Datenvolumen soll bis 2010 um 600 % zunehmen

Kommunikation | 21.11.2007, 21:22
Bereits 2010 könnte einer Studie zufolge die Anbindung ins Internet dem Datenchaos unterliegen und einen Kollaps erfahren, wenn die Infrastruktur nicht angemessen ausgebaut würde. So soll das erwartete Datenvolumen von 161 Exabytes in 2006 um das Sechsfache auf 988 Exabyte bis 2010 ansteigen. Im gleichen Rahmen erwartet die Studie einen Anstieg der Invesitionen pro Jahr von 20,5 Milliarden US-Dollar in 2007 auf 29,9 Milliarden US-Dollar in 2012 beziehungsweise einen Gesamtaufwand in Höhe von rund 160 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Dabei wurden die Zahlen auf Basis eines umfangreichen Berichtes ermittelt, der auch die sich entwickelnde virtuelle Generation und die technologischen Gegebenheiten in den USA betrachtet. Der Grundtenor dabei ist, dass das Internet weiterhin an Bedeutung zunehmen wird und mit der wachsenden Flut an Daten, die neben Textinhalten immer Stärker aus Multimediainhalten wie Videos oder Anwendungen bestehen werden.

Erst kürzlich hat eine andere Studie die Akzeptanz des Mediums Internet neben Fernsehen und Zeitung festgestellt. Danach nutzt jeder fünfte Anwender neben klassischen Tageszeitungen auch das Internet als Informationsquelle. Die Nachfrage entsprechenden Online-Angeboten, die sich immer noch hauptsächlich über Werbung finanzieren, wuchs im ersten Halbjahr 2007 laut BitKom um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So wurden entsprechende Nachrichten-Portale in Deutschland insgeamt rund 1,8 Milliarden mal besucht.

Gerade für Unternehmen, die nachhaltig mit der Infrastruktur zu tun haben, stehen damit nach diesen Kalkulationen recht rosige Zeiten bevor, während die Kosten für die Internet Service Provider gleichzeitig zunehmend steigen dürften. Mit dieser Erkenntnis eröffnet sich zwangsläufig die Frage, wie die erwarteten Ausgaben gedeckt werden sollen, wenn man bedenkt, dass der Zugang zum Internet zunehmend über pauschale Tarife wie Flatrates erfolgt. Diskutierte Modelle wie die Beteiligung der Content-Provider, die die Inhalte im Internet zur Verfügung stellen, werfen in diesem Zusammenhang das Problem der Existenz privater oder nichtkommerzieller Netzteilnehmer auf. Einen Anfang macht hier bereits Amazon mit Kindle, dessen kostenloser Netzbetrieb direkt über die Preise der vertriebenen Produkte finanziert wird.

[rl]

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