Für die nächste Grafikgeneration bei AMD könnten womöglich in weiten Feldern Grafikchips mit mehreren Kernen zum Einsatz kommen, um auf diesem Weg mit einem Chip vom Einsteigermarkt bis in die Highend-Klasse alle Bereiche abzudecken. Dass man hier entsprechende Schritte überdenkt, wurde bereits Mitte der Woche
bekannt. Weitere
Informationen erwarten nun für mit dem R700 einen Mini-Core als Modul, der in Ensteiger-Modellen wie gewohnt in einfacher Form verbaut wird, für Mainstream-Grafikchips allerdings als Dual-Core und für Highend-Chips sogar als Quad-Core-GPU.
Damit würde AMD den bereits bei CPUs eingeschlagenen Weg gehen, die Produkte über die Zahl der Kerne abzustufen. Während man Prozessoren dann mit ein, zwei, drei und vier Kernen anbieten will, könnten Grafikkarten als logische Folge von SLI dann ebenfalls mit mehreren Kernen bestückt sein. Fraglich ist allerdings zu diesem Zeitpunkt, wie weit der simple Einsatz mehrerer Kerne sich tatsächlich auch die Performance auswirkt. So bewies SLI bereits, dass zwei Mainstream-Modelle häufig nicht die Leistung einer Highend-Grafikkarte erreichten. Bei GPUs dürfte dieser Nachteil bedingt durch kürzere Kommunikationswege deutlich geringer ausfallen, wie AMD die Kerne aber überhaupt verknüpfen will, stellt bisher noch ein Geheimnis dar.
Aktuelle Gerüchte zu den Spezifikationen des R700 gehen von einer 45-nm-GPU aus, welche DirectX 10.1 und ShaderModel 4.1 unterstützt. Gefertigt wird der Chip bei TSMC und soll wohl im Laufe des nächsten Jahres eingeführt werden. Im Gespräch sind außerdem bis zu 2 GB Grafikspeicher bei den Highend-Modellen, angeblich bereits schon in Form von GDDR5. Im Gleichen Atemzug
erwartet Fudzilla für die R700 eine neue Namensgebung in Form einer HD4000-Serie, nachdem die R670-Grafik unter HD3800 auf den Markt kam. Man darf gespannt sein, ob sich dies bewahrheiten wird, zumal die Kollegen im gleichen Atemzug feststellen, dass es auch ganz anders sein könnte.
[rl]